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Der Heilige

Paulinus von Nola,

Bischof von Nola

* um 353 bei Bordeaux in Frankreich
† 22. Juni 431 in Nola in Italien

… aus ihrem Leben!

Paulinus war ein berühmter Theologe, Dichter und Gelehrter. Kaiser Karl der Große holte ihn an seinen Hof nach Aachen, wo sich eine Freundschaft mit Alkuin und anderen bedeutenden Gelehrten entwickelte. Die Hofschule Karls des Großen war damals ein wichtiges kulturelles und auch relgiöses Zentrum, mithilfe dieser Einrichtung führte Karl sein Programm zur Förderung der geistigen und geistlichen Bildung in seinem Reich durch; so entstand die sogenannte Karolingische Renaissance. Paulinus hatte einen nicht unerheblichen Anteil daran. 787 ernannte Karl der Große Paulinus zum Patriarchen von Aquileia, wo er sich Verdienste erwarb in der Bekämpfung des Adoptianismus, der Lehre, dass Jesus Christus nicht wesenhaft Gott sei, sondern ein von Gott adoptierter Mensch. Er nahm 792 an der Synode von Regensburg und 794 an der Synode von Frankfurt teil, wo der Adoptianismus verurteilt wurde. Auch für die Christianisierung der Avaren, einem mit den Hunnen verwandten Volk, setzte er sich ein.

Quelle; evangeliumtagfuertag.org


Kirche San Bartolomeo all'isola in Rom
Joachim Schäfer -

Legenden oder Worte der Heiligen

Es widerspricht dem christlichen Glauben, bei Naturkatastrophen u. ä. von Schicksal oder Zufall zu sprechen, denn Gott ist der Schöpfer und Herr von alle, und alles, was geschieht soll uns zum Besten gereichen: "Wenn … Gott die ganze Welt, die er gegründet hat, auch regiert, an welchem Ort oder über welche Kreatur werden dann "Zufall", "Schicksal" oder "Glück" herrschen? … Es sind leere Namen, nicht solche von Geistern oder körperlichen Gegenständen, die geeignet wären, Ereignisse zu vollbringen oder zu bezeichnen. Denn "Glück" ist ja die Vokabel eines unsicheren Menschen, "Schicksal" ein Ausdruck eines Hellsehers, und "Zufall" bezeichnet das, was jemandem zufällt oder was vorfällt. …

Ja, vielmehr wollen wir - Vernunft und Wahrheit lehren es - alle Werke Gottes, in denen wir uns aufhalten und deren Teil wir sind, und alle seine Gaben, durch die wir in der Unsicherheit dieses zerbrechlichen und nichtigen Lebens gelenkt und bewahrt werden, ihm selbst zuschreiben, und in nichts wollen wir uns seiner Macht durch unseren Irrtum entziehen, denn, ob wir wollen oder nicht, er selbst ist unser und aller Dinge Schöpfer und Gott. Und weil er, insofern er Güte, Weisheit und Ursprung der Vernunft ist, nichts ohne Vernunft festgesetzt und als Gegenstand seiner Güte geschaffen hat, wollen wir gerade alles, was wir sind, für ihn verwenden; und wir wollen uns bemühen, zu lernen, und dafür sorgen, zu tun, was ihm gefällt. Dann werden wir geläuterten Sinnes klarer sehen und begreifen: Es ist die Wahrheit, dass alles, was ist, von Gott stammt und dass daraus folgt, dass alle Taten Gottes sehr schön sind und dass nicht schlecht sein kann, was einen guten Urheber hat. Er bereitet alles in der Welt für unseren Nutzen vor und vollbringt es zu unserem Vorteil; und so hat er das Werk dieses Universums eingerichtet, dass er das eine zum Dienst, das andere zur Beunruhigung und wieder anderes zur Herrschaft geschaffen hat. Deshalb herrschen wir Menschen über die körperlichen und tierischen Naturgebilde durch den Verstand. Aber damit wir uns nicht gerade durch die Ungebundenheit unserer Macht vernichten, werden wir zu unserem Vorteil durch feindliche Geister von Dämonen oder Schwierigkeiten unserer Aufgaben oder oft Bewegungen der Elemente selbst in Unruhe versetzt, offensichtlich um, aufgerüttelt von Sorgen, zu Klugheit und Gottesfurcht (Psalm 111, 10; Jesus Sirach 1, 16) angetrieben zu werden. Ihr gegenüber macht uns die Sicherheit nachlässig, die uns gegenüber dem ewigen Herrn dankbarer machen müsste."

Quelle: Paulinus von Nola: Brief Nr. 16 an Iovius. In: ders.: Epistulae - Briefe, übersetzt von M. Skeb. = Fontes christiani, Bd. 25/I. Herder, Freiburg 1998, S. 375 - 385

Der wahre Kirchenschatz: "Wir müssen uns davor hüten, Schaden an der Seele und den Verlust des Heiles zu erleiden, wenn wir in der Kirche den Tisch vernachlässigen, den der Herr für die Bedürftigen aufgestellt hat, wenn wir ihn mit verächtlichen Augen betrachten oder mit unseren verdorrten Händen an ihm vorbeigehen. Eine solche Seuche sei, so bitte ich, von unseren Seelen ferne. Denn leicht kriecht der Krebs des Geizes in unser Inneres, das nicht durch einen barmherzigen Kern geschützt ist, und fesselt die gefangene Seele mit Fesseln aus Vipern, wenn die feindliche Schlange jemanden findet, der ohne gute Werke ist. … Wir wollen auch bei uns überlegen, warum dieser Tisch und auf wessen Veranlassung er in den Hallen des Hauses des Herrn aufgestellt worden ist im Anblick seines ganzen Volkes und, was besonders zu erwägen ist, wem zum Nutzen, durch welche Gnade und zu welchem Lohn er nach seiner Aufstellung hervorstrahlt und zugänglich ist. Befrage gerade die Weissagungen der Wahrheit, und der Prophet wird dir antworten: "Wer sich eines Armen erbarmt, macht sich den Herrn zum Schuldner" (Sprüche 19, 17). Einem himmlischen Bankier gehört also dieser Tisch, der den Schatz des Lebens aufhäuft und mit Gott Zinsgeschäfte macht, um die Perle zu kaufen (Matthäusevangelium 13, 44 - 46). Denn wer an die Armen des Herrn ausleiht, erwartet vom Herrn die Vergeltung durch den ewigen Lohn. … Wir wollen also den Herrn zum Schuldner machen durch die Gaben des Herrn. Wir besitzen seine Zustimmung. Und wir vor allem - was könnten wir für unser Eigentum halten, die wir durch eine größere und besondere Schuld nicht uns gehören: und zwar nicht nur, weil wir von Gott geschaffen, sondern weil wir auch erkauft sind. Wir wollen aber freudig danken, weil wir teuer erkauft sind (1. Korintherbrief 6, 20), natürlich durch das Blut des Herrn selbst. … Eile also, Bruder, dir den so reichen Schuldner zu verpflichten, damit er dich von einem Sklaven zu einem Freund beruft (Johannesevangelium 15, 15) und dich mit seinen himmlischen Schätzen reich macht, nachdem er erfahren hat, dass du mit deinen irdischen Münzen zuverlässig bist. Zittere nicht, zögere nicht, sei nicht sparsam! Sei gewalttätig gegenüber Gott, raube die Reiche der Himmel! (Matthäusevangelium 11, 12). Er, der es verbietet, Fremdes anzurühren, freut sich darüber, dass man in sein Eigentum eindringt, und der die Raubsucht des Geizes verurteilt, lobt den Raubzug des Glaubens. Deine Gäste stehen lange vor deinen Türen und erwarten den Herrn der Tafel. Du hältst die Tischgenossen hin. Eile besorgt, damit sie nicht länger Hungernde bleiben und durch das Unrecht an ihnen der aufgeschreckt wird, der sie geschaffen hat und der die Armen zu deinem Vorteil geschaffen hat (vgl. Sprüche 14, 31). Denn, überaus geliebte Christen, der allmächtige Herr hätte in gleicher Weise alle reich machen können, so dass niemand des anderen bedürfte. Aber nach dem Plan seiner unendlichen Güte hat der barmherzige und erbarmende Gott es so eingerichtet, dass er deine Gesinnung ihnen (den Armen) gegenüber prüft. Er hat den Unglücklichen erschaffen, um den Barmherzigen zu erkennen. Er hat den Armen geschaffen, um den Reichen in Bewegung zu bringen. Der Grund des Reichtums ist für dich die Armut des Bruders, wenn du etwa an den Bedürftigen und Armen denkst und nicht nur für dich behältst, was du empfangen hast (vgl. Psalm 41, 2). Denn Gott hat dir in dieser Welt deswegen auch dessen Los übertragen, damit er dir schulde, was du von seinen Gaben durch deine freiwillige Zuwendung den Bedürftigen angeboten hast, und dich umgekehrt am ewigen Tage mit ihrem Los reich macht. Denn jetzt ist Christus gerade durch sie (die Armen) der Empfänger (der Almosen), und alsdann wird er ihretwegen die Vergeltung verschaffen." Quelle: Paulinus von Nola: Brief Nr. 34 über den Kirchenschatz. In: ders.: Epistulae - Briefe, übersetzt von M. Skeb. = Fontes christiani, Bd. 25/III. Herder, Freiburg 1998, S. 809 - 819

Zitate von Paulinus von Nola:

"Der Mensch ohne Christus ist Staub und Schatten." "Für mich ist der Glaube die einzige Kunst, und Christus ist meine Dichtung." "Der Verzicht auf weltliche Güter, die in dieser Welt besessen werden, oder ihr Verkauf stellt nicht das Ende, sondern erst den Beginn des Laufs im Stadion dar; er ist, um es einmal so zu sagen, nicht das Ziel, sondern der Start. Der Athlet gewinnt nicht, wenn er sich entkleidet, denn er legt seine Kleider ja gerade deswegen ab, um mit dem Kampf zu beginnen, während er erst dann würdig ist, als Sieger gekrönt zu werden, wenn er gebührend gekämpft hat." Im Brief an Augustinus: "Es ist nicht verwunderlich, dass wir, auch wenn wir weit voneinander entfernt sind, einander nahe sind und uns kennen, ohne einander je kennengelernt zu haben, denn wir sind Glieder eines einzigen Leibes, wir haben ein einziges Haupt, wir sind von einer einzigen Gnade überflutet, wir leben von einem Brot, wir folgen einem Weg, wir wohnen im selben Haus."

Quelle: Papst Benedikt XVI., Generalaudienz am 12. Dezember 2007

zusammengestellt von Abt em. Dr. Emmeram Kränkl OSB, Benediktinerabtei Schäftlarn, für die Katholische SonntagsZeitung


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… Ja, mir geschehe, wie Du es gesagt.

Seit ich nicht mehr mich selbst suche, führe ich das glücklichste Leben, das es geben kann.

Zitat von der Hl. Theresia vom Kinde Jesu

Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen.