Valentin von Rom, h1>
Priester, Märtyrer
†14. Februar 269 in Rom
… aus ihrem Leben!
Valentin war der Überlieferung nach ein armer, ehrsamer Priester, der ein blindes Mädchen geheilt haben soll. Hilfe und Trost Suchenden schenkte er eine Blume aus seinem Garten. Er half demnach in Paaren in Partnerschaftskrisen und traute trotz eines Verbotes des Kaisers Claudius II. Liebespaare nach christlichem Zeremoniell. Nachdem er auch einen Soldaten getraut hatte, wurde er verhaftet, weil Soldaten nicht heiraten durften, schließlich enthauptet.
Jacopo Bassano: Valentin tauft Lucilla, um 1575, im Museo Civico in Bassano del Grappa Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon
Legenden oder Worte der Heiligen
Das Brauchtum, den Valentinstag als Tag der Liebenden zu begehen, geht zurück auf den Festtag für die römische Göttin Juno, weil Mitte Februar die Paarungszeit der Vögel beginnt. Juno, der Schützerin von Ehe und Familie, wurden an diesem Tag Blumen geopfert; den Frauen schenkte man an diesem Tag Blumen. Am 14./15. Februar fanden schon zuvor die römischen Luperkalien
statt, das Fest der Wölfin
. Dabei wurden die Geschlechtsreiferituale zur ersten Menstruation von Mädchen abgehalten sowie nach erlangter Reife Ehen geschlossen. Von diesem Reinigungsfest
kommt der Monatsname Februar. Das Fest der Lupercalia feierten die Römer an der im Jahr 2007 von Archäologen wieder gefundenen Grotte der Wölfin am Fuße des Palatin; die Frauen schrieben dabei ihre Namen auf Papyrusstreifen und ließen junge Männer diese Briefchen ziehen, während die nackten Jünglinge zu einem Wettlauf über den Palatin antraten. Die Christen änderten den Brauch, indem sie die Namen von Heiligen und kurze Predigten auf Zettelchen schrieben und unters Volk brachten. Dadurch entwickelte sich Valentin zum Schutzheiligen der Liebenden, das Fest behielt also seinen Topos.





