Honoratus von Arles, h1>
Klostergründer, Abt in Lérins, Bischof von Arles
* um 370 in Toul (?) in Frankreich
†16. Januar um 429 in Arles in Frankreich
… aus ihrem Leben!
Honoratus stammte aus einer in Gallien lebenden Familie, die römische Konsule gestellt hatte. Er wurde Christ, ließ sich taufen, suchte ein Leben in Askese zu führen und begab sich deshalb auf eine Studienreise in den Orient. Um 400 wurde er von Bischof Leontius von Fréjus zum Priester geweiht, führte ein Eremitenleben in den Bergen bei Fréjus und gründete dann um 410 auf einer der Lérins-Inseln ein Kloster mit Regeln nach den Vorbildern aus Ägypten und Syrien. Das Kloster wurde zu einem geistlichen Zentrum, seiner Schule entstammte u.a. Patrick, der Glaubensbote Irlands. Nach der Ermordung von Bischof Patroclus 426 wurde Honoratus Bischof von Arles. Auf dem Sterbebett bestimmte er Hilarius zum Nachfolger.
Abtei St-Honorat auf der gleichnamigen Lérins-Insel, Quelle: https://laure.barrere.free.fr/sthonorat.htmJoachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon
Legenden oder Worte der Heiligen
Mathias Braun sandte uns die Notiz, wie das Gedenken an Honoratus zu dem an den Heiligen Transi
wurde:
Während des Hundertjährigen Krieges beschloss ein Prior des Klosters Ganagobie, dem die Verwaltung der Kirche Saint-Honorat in Arles zufiel, die Reliquien des heiligen Patrons dieser Kirche, der im 5. Jahrhundert Bischof von Arles gewesen war, an einen sicheren Ort zu schaffen. Da er eine Schändung des Grabes in der Begräbnisstätte, der Nekropole Alyscamps in Arles, fürchtete, nutzte er eine Phase vorübergehender Ruhe, um seinen Schatz heimlich nach Ganagobie zu überführen. Dann begab er sich eines Tages auf die Îles de Lérins. Dort unterbreitete er seinem Cousin, dem Sakristan der Abtei, das Angebot: Wenn dieser zustimmen würde, ihn in die Klostergemeinschaft auf zunehmen, dann erhielte er die Reliquien des heiligen Honoratus, der gegen 410 das Kloster auf der Insel gegründet hatte. Wozu es dann 1391 auch kam.
Der vorübergehende Aufenthalt der Gebeine von Honoratus in Ganagobie dauerte etwa 15 Jahre und bildet die Grundlage zu einem Kult in diesem Kloster: der Wallfahrt zum heiligen Transit
. Die Bewohner der Provence feierten den Jahrestag dieser Überführung (transitus
) des heiligen Honoratus in Ganagobie mit solcher Inbrunst, dass sie aus ihm bald einen neuen Heiligen machten: Transit, später Transi. Lange Zeit brachte die einheimische Bevölkerung ihre vor Fieber oder Kälte starren - französisch: transir
) - sowie schwächliche oder schmächtige Kinder nach Ganagobie, damit diese geheilt würden.





