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Der Heilige

Antonius Maria Claret y Clará,

Ordensgründer, Erzbischof von Santiago in Kuba

* 23. Dezember 1807 in Sallent bei Barcelona in Spanien
† 24. Oktober 1870 im Kloster Fontfroide bei Narbonne in Frankreich

... aus ihrem Leben!

Antonius Maria Claret wurde 1807 in Sallent (Spanien) geboren, wo seine Familie eine Weberei besaß. 1835 wurde er zum Priester geweiht. Sein Vorhaben, Jesuit zu werden, scheiterte an seiner schwachen Gesundheit. Er war in Katalanien als Missionsprediger tätig und gründete 1849 die Missionsgesellschaft der „Söhne des Unbefleckten Herzens Mariä“ (Claretiner), 1855 das „Apostolische Bildungsinstitut von der Unbefleckten Empfängnis“ (Claretinerinnen). Er war ein ungewöhnlich aktiver Mensch, ein unermüdlicher Prediger und Verfasser zahlreicher Schriften zur Erziehung und Priesterbildung. 1850-1857 war er Erzbischof von Santiago de Cuba. Auf der von Erdbeben und politischen Unruhen geschüttelten Insel tat er unendlich viel Gutes, schuf sich aber auch Gegner. 1857 wurde er nach Madrid zurückgerufen und zum Beichtvater der Königin Isabella II. ernannt. 1869-70 nahm er am Ersten Vatikanischen Konzil teil. Er starb am 24. Oktober 1870 im Zisterzienserkloster Fontfroide in Südfrankreich.

Das Wichtigste

„Die wichtigste Tugend ist die Liebe. Ja, ich kann es nicht oft genug wiederholen: die Tugend, die ein apostolischer Arbeiter vor allen andern notwendig hat, ist die Liebe. Er muss Gott lieben, die allerseligste Jungfrau und die Menschen. Hat er diese Liebe nicht, dann werden ihm alle seine Fähigkeiten nicht helfen. Mit dieser Liebe aber und den gewöhnlichen Fähigkeiten wird er alles überwinden können.“ (Antonius Maria Claret)

Quelle: erzabtei-beuron.de


Antonius Maria Claret
Joachim Schäfer, www.heiligenlexikon.de

Legenden oder Worte der Heiligen

Worte des Heiligen

Der Schlüssel zu Antonius Marias großem missionarischen Erfolg liegt in der radikalen Nachfolge und Nachahmung Jesu, die er selbst, wie folgt, beschreibt:
Der allerstärkste Ansporn war für mich immer, wenn ich Jesus betrachtete, wie er von einem Ort zum andern geht und überall predigt; nicht nur in den großen Ortschaften, nein, auch in den kleinen Dörfern. Er predigte sogar einer einzigen Frau, wie zum Beispiel der Samariterin, und das, obwohl er von der Wanderung müde war und der Durst ihn plagte und obwohl es zu einer für ihn selbst wie auch für die Frau ganz ungelegenen Tageszeit war.
Von Anfang an begeisterte mich der Predigtstil Jesu. Welche Gleichnisse! Welche Parabeln! Ich nahm mir vor, wie er Vergleiche und Bilder und einen schlichten Redestil zu verwenden. Welche Verfolgungen! Er war dazu bestimmt, ein Zeichen zu sein, dem widersprochen wird. Er erlitt Verfolgungen gegen seine Lehre, gegen seine Werke, gegen seine Person, und schließlich brachte man ihn sogar ums Leben, unter Beschimpfungen, Qualen und Beleidigungen. Den schmachvollsten und qualvollsten Tod musste er leiden, den es auf Erden überhaupt zu leiden gibt. …
Ich bemühte mich, Jesus nachzuahmen, der zu mir und zu uns allen sagt: Lernt von mir, denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Deshalb betrachtete ich Jesus beständig: Jesus in der Krippe, in der Werkstatt, auf dem Kalvarienberg. Ich meditierte seine Worte, seine Predigten, seine Taten, seine Art zu essen, sich zu kleiden, von Ort zu Ort zu wandern. Durch dieses Beispiel machte ich mir Mut. Ich fragte mich immer: Wie hat Jesus sich in einem Fall wie diesem verhalten? und versuchte dann, ihn nachzuahmen. Das tat ich mit großer Genugtuung und Freude, denn ich dachte daran, dass ich ja meinen Vater, meinen Meister und Herrn nachahmte und dass ich ihm damit Freude machte.


Der Motor des missionarischen und pastoralen Wirkens kann nur die Liebe sein, die Liebe zu Gott, zu Jesus Christus, zu Maria und zu den Menschen. Dementsprechend lautete auch sein Wappenspruch: Caritas Christi urget nos, Die Liebe zu Christus drängt uns:
In der Tat wirkt das Feuer der Liebe bei einem Diener des Herrn so wie das Feuer in der Lokomotive der Eisenbahn und wie die Maschine in einem Dampfschiff, die alles mit größter Leichtigkeit in Bewegung setzt. Wozu nützte die ganze Maschinerie, wenn kein Feuer darin wäre und kein Dampf? Zu gar nichts nützte sie. Wozu kann es einem Priester nützlich sein, dass er seine ganze Ausbildung gemacht hat und zum Doktor der Theologie und beider Rechte promoviert wurde, wenn er das Feuer der Liebe nicht hat? Zu gar nichts. Es hat keinen Nutzen für andere, denn er wäre dann wie eine Lokomotive der Eisenbahn ohne Feuer; anstatt eine Hilfe zu sein, wäre er eher ein Hindernis.

Quelle: Antonius Maria Claret: Autobiografie, Nr. 221, 222, 356
Antonius Maria Claret: Autobiografie, Nr. 438, 441 - https://www.claretiner.org/%C3%BCber-den-hl-antonius-m-claret/texte-und-gebete

Das Lieblingsgebet von Antonius Maria Claret:

Mein Gott und Vater! Lass mich dich erkennen und bewirken, dass du erkannt wirst.
Lass mich dich lieben und bewirken, dass du geliebt wirst.
Lass mich dir dienen und bewirken, dass dir gedient wird.
Lass mich dich loben und bewirken, dass du von allen Geschöpfen gelobt wirst.
Gewähre mir, Vater, dass alle Sünder sich bekehren, alle Gerechten in der Gnade verharren und wir alle die ewige Herrlichkeit erlangen.
Amen.

Quelle: https://www.claretiner.org/%C3%BCber-den-hl-antonius-m-claret/texte-und-gebete, abgerufen am 1. Dezember 2019

zusammengestellt von Abt em. Dr. Emmeram Kränkl OSB,
Benediktinerabtei Schäftlarn,
für die Katholische SonntagsZeitung


Lesung aus dem Schott


Jes 52,7-10
Evangelium aus dem Schott

Nachdem man Joh den Täufer ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!

Jesus steht im Mittelpunkt vieler Menschen am See.  Zwei der Jünger knieen vor ihm.
Maler: Ghirlandaio Domenico,
Berufung des Heiligen Petrus,
Sixtinische Kapelle

Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihr Netz auswarfen; sie waren nämlich Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.

Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Joh; sie waren im Boot und richteten ihre Netze her. Sofort rief er sie, und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.



Mk 1,14-20

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Seit ich nicht mehr mich selbst suche, führe ich das glücklichste Leben, das es geben kann.

Zitat von der Hl. Theresia vom Kinde Jesu

Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen.