Rosa von Lima, h1>
Terziarin, Mystikerin
* 20. April 1586 in Lima in Peru
†24. August 1617 daselbst
… aus ihrem Leben!
Rosa, „Südamerikas erste Blüte der Heiligkeit“, war spanischer Herkunft; sie wurde 1586 in Lima (Peru) geboren. Ihr Taufname war Isabella, aber ihre Mutter nannte sie Rosa, „die Rose“. Schon früh waren die Gedanken des Kindes ganz auf Gott gerichtet. 1606 wurde sie Dominikaner-Terziarin wie die hl. Katharina von Siena. Sie führte ein unglaublich strenges Bußleben für die Bekehrung ihres Volkes und zur Sühne für die Bluttaten der spanischen Eroberer. Sie starb am 24. August 1617 in Lima und wird als Patronin von Lateinamerika verehrt.
Quelle: erzabtei-beuron.de
Bartolomé Esteban Murillo (1617 - 1682): Rosa von Lima, im Museo Lázaro Galdiano in MadridJoachim Schäfer - heiligenlexikon.de
Legenden oder Worte der Heiligen
Worte der Heiligen
In einem Brief an den Arzt Castillo schreibt Rosa über die Liebe Christi, die alle Erkenntnis übersteigt:
Der Herr und Heiland erhob seine Stimme und sprach mit unvergleichlicher Hoheit:
Alle sollen wissen, dass auf die Anfechtung die Gnade folgt; sie sollen einsehen, dass die Größe der Gnadengaben in dem gleichen Maß wächst, wie die Mühsale zunehmen; sie sollen erkennen, dass wir ohne die Last der Bedrängnis nicht zum Gipfel der Gnade gelangen können. Die Menschen sollen sich vor Irrtum und Selbsttäuschung hüten. Das ist die einzige Leiter zum Paradies, ohne Kreuz findet niemand den Aufstieg zum Himmel.
Als ich diese Worte hörte, kam ein heftiges Verlangen über mich, als müsste ich mich mitten auf den Platz stellen und mit lautem Schreien allen Menschen jeden Alters, Geschlechts und Standes zurufen: Hört, ihr Völker, hört, ihr Stämme!
Im Auftrag Christi und mit den Worten aus seinem Mund ermahne ich euch: Wir können keine Gnade erwerben, wenn wir keine Drangsale erleiden; notwendig müssen sich Mühen auf Mühen häufen, wenn wir Anteil an der göttlichen Natur erhalten
(2. Petrusbrief 1, 4), die Herrlichkeit der Kinder Gottes und das volle Glück der Seele gewinnen wollen.
Der gleiche Stachel trieb mich an, die Schönheit der göttlichen Gnade zu verkündigen. Das bedrückte mich mit Not, trieb mir den Schweiß aus den Poren und ließ mich lechzen. Es kam mir vor, als könne meine Seele nicht länger im Leib gefangen bleiben. Würde man sie aber festhalten, dann werde sie die Ketten zerbrechen und frei, allein und ungehindert die ganze Welt durcheilen und rufen: O wenn doch die Sterblichen erkennen wollten, wie erhaben die Gnade Gottes ist, wie schön, wie edel, wie kostbar; welche Reichtümer sie in sich birgt, wie viel Freude und Jubel!
Ohne Zweifel würden dann die Menschen mit Eifer und Fleiß danach streben, sich selber Leiden und Schmerzen zuzufügen! Auf dem ganzen Erdkreis würden alle Menschen eher Krankheit und Qual als Glück suchen, um den unendlichen Schatz der Gnade zu erlangen. Das ist Lohn und der letzte Gewinn des Leidensmutes. Keiner würde sich über Kreuz und Mühe beklagen, die ihm etwa begegneten, wenn er die Waage erkennen würde, auf der sie den Menschen zugewogen werden.
Quelle: Rosa von Lima: Epistula ad medicum Castillio. In: La patrona de America. Madrid 1928, S. 54 f; zitiert nach: Monastisches Lektionar zum 23. August
zusammengestellt von Abt em. Dr. Emmeram Kränkl OSB,
Benediktinerabtei Schäftlarn,
für die Katholische SonntagsZeitung
44 Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn und grub ihn wieder ein. Und in seiner Freude ging er hin, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte den Acker.
45 Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte.
46 Als er eine besonders wertvolle Perle fand, ging er hin, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte sie.





