Laurentius von Rom, h1>
Diakon, Märtyrer
* in Osca, heute Huesca in Spanien (?)
†10. August 258 in Rom
… aus ihrem Leben!
Der Diakon Laurentius ist einer der berühmtesten römischen Märtyrer. Er erlitt das Martyrium unter Kaiser Valerian, wahrscheinlich am 10. August 258. Die Basilika über seinem Grab an der Via Tiburtina (Straße nach Tivoli) ist eine der sieben Hauptkirchen von Rom. Laurentius ist der Patron der Armen, weil er als Diakon für die Armen zu sorgen hatte, die er als den wahren Schatz der Kirche ansah; Patron der Bibliothekare, weil er die Kirchenbücher zu verwalten hatte; Patron der Feuerwehrleute, der Köche und ähnlicher Berufe, die mit dem Feuer zu tun haben, weil er auf einem glühenden Rost gebraten wurde.
Quelle: erzabtei-beuron.de
Fra Angelico: Laurentius wird von Papst Sixtus II. zum Diakon ordiniert, Fresko, 1447 - 49, in der Cappella Niccolina im Papstpalast im VatikanJoachim Schäfer, www.heiligenlexikon.de
Legenden oder Worte der Heiligen
Laurentius († 258) war der Überlieferung nach Archidiakon von Rom und damit zuständig für die Vermögensverwaltung und das soziale Wirken der römischen Kirche. Nachdem Kaiser Valerian Papst Sixtus II. hatte enthaupten lassen, sollte Laurentius das Kirchenvermögen herausgeben, doch verteilte er es an Bedürftige und präsentierte Arme, Kranke, Witwen und Waisen dem Kaiser als »den wahren Schatz der Kirche«. Daraufhin wurde er gefoltert und einer Legende nach auf einem glühenden Eisenrost hingerichtet, wahrscheinlich aber enthauptet.
Der Heilige Ambrosius (um 340-397), Bischof von Mailand und Kirchenlehrer schrieb:
Laurentius empfängt von Papst Sixtus II. die Weihe zum Diakon
Als der heilige Laurentius sah, wie Bischof Sixtus zum Martyrium geführt wurde, brach er in Tränen aus, aber nicht über dessen Leidenstod, sondern weil er selbst zurückbleiben musste. Deshalb rief er ihm nach: „Wo gehst du hin, Vater, ohne deinen Sohn? Wohin eilst du, heiliger Priester, ohne deinen Diakon? Du hast doch nie das Opfer ohne den Diener gefeiert! [...] Nun prüfe doch, ob du dir einen guten Diakon erwählt hast! Ihm hast du das Blut des Herrn und die Teilnahme am Vollzug der Sakramente anvertraut: ihm willst du die Teilnahme an deinem Blutopfer verweigern?“ [...]
Papst Sixtus antwortete dem Laurentius: „Nein, ich lasse dich nicht zurück, mein Sohn, und verlasse dich auch nicht. Aber ich überlasse es dir, schwerere Kämpfe zu bestehen. Ich bin alt und halte nur noch einen leichten Kampf aus. Du aber bist jung, und auf dich wartet ein viel größerer Triumph über den Tyrannen. Du wirst mir bald nachfolgen. Trockne deine Tränen. In drei Tagen wirst du mir folgen [...].“
Drei Tage später wird Laurentius festgenommen. Man verlangt von ihm, die Güter und Schätze der Kirche herbeizuschaffen. Er verspricht zu gehorchen. Am nächsten Tag kommt er mit einigen Armen zurück. Auf die Frage, wo denn die Schätze nun seien, die er bringen sollte, zeigt er auf die Armen und sagt: „Das sind die Schätze der Kirche. Welch bessere Schätze könnte Christus haben als die, von denen er gesagt hat: ‚Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan‘?“ (Mt 25,40). Laurentius zeigte diese Schätze und siegte; denn der Verfolger hatte keine Lust, sie ihm wegzunehmen. In seiner Wut freilich ließ er Laurentius bei lebendigem Leibe verbrennen.
6 Denkt daran: Wer kärglich sät, wird auch kärglich ernten; wer mit Segen sät, wird mit Segen ernten.
7 Jeder gebe, wie er es sich in seinem Herzen vorgenommen hat, nicht verdrossen und nicht unter Zwang; denn Gott liebt einen fröhlichen Geber.
8 In seiner Macht kann Gott alle Gaben über euch ausschütten, sodass euch allezeit in allem alles Nötige ausreichend zur Verfügung steht und ihr noch genug habt, um allen Gutes zu tun,
9 wie es in der Schrift heißt: Er teilte aus, er gab den Armen; / seine Gerechtigkeit hat Bestand für immer.
10 Gott, der Samen gibt für die Aussaat und Brot zur Nahrung, wird auch euch das Saatgut geben und die Saat aufgehen lassen; er wird die Früchte eurer Gerechtigkeit wachsen lassen.
24 Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.
25 Wer sein Leben liebt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben.
26 Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach; und wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein. Wenn einer mir dient, wird der Vater ihn ehren.





