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Der Heilige

Dominikus,

Priester, Ordensgründer

* 1170 (?) in Caleruega bei Burgos in Spanien
† 6. August 1221 in Bologna in Italien

… aus ihrem Leben!

Dominikus wurde um 1175 in dem Dorf Caleruega in Kastilien geboren. Nach dem Studium der Philosophie und der Theologie wurde er bald Mitglied des Domkapitels von Osma. Schon früh zeigte sich seine Liebe zur Armut und zu den Armen, aber auch seine Vorliebe für das Gebet, die Betrachtung und das Studium. Zwei Reisen durch Europa erweiterten seinen Horizont und wurden entscheidend für sein weiteres Leben. Vor allem lernte er die Gefahr kennen, die der Kirche von verschiedenen Häresien drohte. Mit seinem Freund Didacus von Acevedo begann er, den Albigensern zu predigen, und als Didacus starb, übernahm Dominikus die Leitung des von diesem gegründeten Missionsinstituts in Toulouse (Südfrankreich). Bald fand er weitere Mitarbeiter; mit ihnen gründete er 1215 den Predigerorden, dessen Hauptaufgabe es war, durch Wort und Beispiel die Irrgläubigen zu bekehren. Der Orden, dem er die Regel des hl. Augustinus gab, wurde 1216 bestätigt. Er wurde in den folgenden Jahrhunderten zu einer der großen Erneuerungskräfte in der Kirche. Dominikus starb am 6. August 1221 in Bologna. Er wurde 1234 heilig gesprochen.

Bücher - Menschen

Während einer Hungersnot in Palencia verkaufte Dominikus alles, was er hatte, auch die teuren und ihm so notwendigen Bücher. Wie könnte ich in diesen toten Büchern studieren, wenn ich weiß, dass lebende Menschen am Verhungern sind?

Quelle: erzabtei-beuron.de


Fra Angelico: Fresko, um 1445, im Konvent von San Marco in Florenz
Joachim Schäfer, www.heiligenlexikon.de

Legenden oder Worte der Heiligen

Worte des Heiligen

Von Dominikus ist nichts Schriftliches erhalten als dieser Zufallsbrief an eine Gemeinschaft des weiblichen Zweigs seines Ordens:
Bruder Dominikus, Meister der Prediger, wünscht der geliebten Priorin und dem ganzen Konvent der Nonnen von Madrid Heil und Besserung von Tag zu Tag.
Wir freuen uns sehr und danken Gott für die Glut Eures heiligen Wandels und dafür, dass Gott Euch aus der Fäulnis dieser Welt befreit hat. Kämpft, meine Töchter, gegen den alten Feind beharrlich mit Fasten, denn nur der erhält den Siegeskranz, der vorschriftsmäßig gekämpft hat! (2. Timotheusbrief 2, 5).
Bisher habt Ihr kein Haus gehabt, wo Ihr Euren Ordenssatzungen entsprechend leben konntet. Jetzt aber könnt Ihr Euch damit nicht mehr entschuldigen, da Ihr nun dank der Gnade Gottes genug geeignete Räume besitzt, die ein regeltreues Ordensleben ermöglichen. Außerdem will ich, dass Ihr an den Orten, wo das Reden untersagt ist, nämlich im Speisesaal, im Schlafsaal und im Betsaal, das Stillschweigen beobachtet und auch in allen anderen Dingen Eure Ordenssatzung eingehalten werde. Keine Schwester darf die Pforte überschreiten, und niemand darf das Kloster betreten, abgesehen vom Bischof oder einem anderen Prälaten, die zur Predigt oder zur Visitation kommen. Spart nicht mit Bußübungen und Nachtwachen! Seid Eurer Priorin gehorsam! Klatscht nicht miteinander und vergeudet Eure Zeit nicht mit seichtem Gerede!
Weil wir Euch nicht mit irdischen Gütern unterstützen können, wollen wir Euch nicht dadurch belasten, dass irgendein Bruder die Befugnis habe, Frauen in Eure Gemeinschaft aufzunehmen oder einzuweisen, es sei denn mit Zustimmung der Priorin und ihres Rates.
Ferner tragen wir unserem lieben Bruder (Dominikus' leiblicher Bruder Mannes), der sich viel Mühe gegeben und Euch mit diesem heiligen Lebensstand vermählt hat, auf, Euch in allem nach seinem Gutdünken zu leiten und zu unterweisen, damit Ihr als gute Ordensfrauen recht treu und heiligmäßig leben könnt. Auch geben wir ihm die Vollmacht, Euch zu visitieren, zurechtzuweisen und die Priorin, falls es nötig sein sollte, mit Zustimmung der Mehrheit der Nonnen, abzusetzen. Wir gewähren ihm zudem die Erlaubnis, Euch von der einen oder anderen Verpflichtung, sofern es ihm gut scheint, zu dispensieren. Lebt wohl in Christus!

Quelle: P. D. Hellmeier: Dominikus begegnen. Augsburg 2007, S. 10 f

Unter Dominikus' Namen überlieferte Zitate:

Leben Sie freudig: Unser Herr schaut Sie an, und zwar mit Liebe und um so zärtlicher, je schwächlicher Sie sind.
Wie kann ich über toten Häuten [nämlich Pergamentblättern] studieren, wenn hier die Menschen an Hunger sterben. 
Man muss also dem göttlichen Willen zustimmen und mit gleicher Liebe und Ehrfurcht die rechte Hand seiner Barmherzigkeit wie die linke seiner Gerechtigkeit küssen.
Das Kreuz ist die königliche Pforte, durch die man in den Tempel der Heiligkeit eingeht. Wer anderswo Heiligkeit sucht, der sucht vergebens.
Der wahre Heilige weiß nichts von seiner Heiligkeit, und je heiliger einer ist, desto weniger glaubt er, es zu sein.

zusammengestellt von Abt em. Dr. Emmeram Kränkl OSB,
Benediktinerabtei Schäftlarn,
für die Katholische SonntagsZeitung


Lesung aus dem Schott


1 Kor 2,1-10a
Evangelium aus dem Schott


Lk 9,57-62

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… Ja, mir geschehe, wie Du es gesagt.

Seit ich nicht mehr mich selbst suche, führe ich das glücklichste Leben, das es geben kann.

Zitat von der Hl. Theresia vom Kinde Jesu

Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen.