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Die Heiligen

Marta, Maria und Lazarus ,

Jüngerin Jesu

* um 1 (?) in Betanien, heute al-Eizariya in Palästina
† 84 (?) bei Marseille oder in Tarascon in Frankreich

… aus ihrem Leben!

Marta:

Nach dem Johannesevangelium war Marta die Schwester des Lazarus und der Maria von Betanien. Jesus war ein gern gesehener Gast im Haus der beiden Schwestern (vgl. Joh 11,5). Marta scheint die Ältere gewesen zu sein; jedenfalls war sie es, die sich energisch um alles kümmerte (Joh 12,2). Aber „nur eines ist notwendig“, sagte Jesus zu ihr (Lk 10,42). Zu ihr sagte er auch das Wort: „Ich bin die Auferstehung und das Leben ...“ (Joh 11,25), worauf Marta mit ihrem Bekenntnis zu Jesus als dem Messias und Gottessohn antwortete.

Quelle: erzabtei-beuron.de


Tintoretto: Jesus im Haus von Martha (hinten) und Maria (vorn), 1570 - 75, in der Alten Pinakothek in München
Joachim Schäfer - heiligenlexikon.de

Legenden oder Worte der Heiligen

In jener Zeit, da der liebe Heiland auf Erden weilte, lebten in einem Haus zu Bethanien bei Jerusalem drei unverheiratete Geschwister, zwei Schwestern und ein Bruder. Die eine Schwester hieß Martha, die andere Maria (Magdalena), und der Bruder nannte sich Lazarus.

Es gibt kein Häuschen ohne Kreuzchen. Von Leid und Sorge bleibt kein Haus verschont. Im Heim der drei Geschwister zu Bethanien ist es auch so gewesen. Zweimal kam schwerer Kummer über die Familie.

Das erste Mal war es Maria Magdalena, die ihre Schwester Martha und dem Bruder Lazarus qualvolle Tage und schlaflose Nächte bereitete. Maria Magdalena geriet nämlich auf Abwege, so dass die Leute böse von ihr redeten und mit dem Finger auf sie zeigten. Dadurch kam Schmach und Schande über Martha und Lazarus. Bitter haben die beiden darunter gelitten, manche Träne auch um die verlorene Schwester geweint und viel für sie gebetet, und weil sie nicht müde wurden im Beten, hat sich der Heiland voll Güte der verirrten Maria Magdalena erbarmt, hat sie in Gnaden aufgenommen und hat aus ihr, der Sünderin, eine der größten Heiligen gemacht, deren Ruhm, wie der göttliche Heiland selbst gesagt hat, nicht aufhört, solange das Evangelium verkündet wird.

Frieden und Freude herrschten seit Magdalenas Bekehrung im stillen Heim zu Bethanien. Doch das Glück lässt sich nirgendwo festbinden. Bald kam durch die Erkrankung des Lazarus ein neuer Kummer ins Haus. Erst hatte man der Sache wenig Bedeutung beigemessen. Als aber das Fieber nicht weichen wollte, sondern immer höher stieg, sorgten sich die Schwestern sehr um den Kranken, und in ihrer Not schickten sie einen Boten an den Heiland und ließen ihm sagen: „Herr! Derjenige, den du lieb hast, ist krank.“

Der Heiland wusste wohl, was ihm die Schwestern mit der Botschaft sagen wollten. Martha und Maria meinten, er, der göttliche Heiland, der an anderen viele wunderbare Heilungen vollzog, solle kommen und auch den Bruder gesund machen, der doch sein Freund war.

Jesus verstand den Sinn der Botschaft sehr wohl, aber er ging nicht nach Bethanien zu dem sterbenskranken Lazarus. Weil er an ihm, seinem guten Freund, das weit größere Wunder der Totenerweckung wirken wollte, zögerte er mit dem Kommen, und über dem Zögern ist Lazarus gestorben. Martha und Maria aber hatten damals tränenreiche Stunden.

Einige Tage später ist dann allerdings der Heiland doch gekommen und hat seinen Freund Lazarus von den Toten auferweckt. Unbeschreiblich groß war die Freude im Haus zu Bethanien, als die drei Geschwister wieder alle gesund beisammen waren.

Wie Martha und Maria es in Bethanien gehalten haben, so müssen es Geschwister stets machen, wenn einmal jemand im Haus krank wird oder gar sterben muss. Dann soll man beten, damit der liebe Heiland dem Kranken die Gesundheit wiederbringt oder aber, wenn er sterben muss, zum ewigen Leben erweckt und in den Himmel aufnimmt.


Lesung aus dem Schott
Geliebte, wir wollen einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott und jeder, der liebt, stammt von Gott und erkennt Gott. Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe. Darin offenbarte sich die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben. Darin besteht die Liebe: Nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat. Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben. Niemand hat Gott je geschaut; wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns und seine Liebe ist in uns vollendet. Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns bleibt: Er hat uns von seinem Geist gegeben. Wir haben geschaut und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Retter der Welt. Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er bleibt in Gott.  Wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.

1 Joh 4,7-16
Evangelium aus dem Schott
Viele Juden waren zu Marta und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten. Als Marta hörte, dass Jesus komme, ging sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Haus sitzen. Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben. Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen. Marta sagte zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Jüngsten Tag. Jesus sagte zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das? Marta sagte zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.

Joh 11,19-27

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… Ja, mir geschehe, wie Du es gesagt.

Seit ich nicht mehr mich selbst suche, führe ich das glücklichste Leben, das es geben kann.

Zitat von der Hl. Theresia vom Kinde Jesu

Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen.