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Der Heilige

Jakobus der Ältere,

Apostel, Märtyrer

* am See Gennesaret in Galiläa, dem heutigem Jam Kinneret in Israel
† um Ostern 43 in Jerusalem in Israel

… aus ihrem Leben!

Jakobus, Sohn des Fischers Zebedäus und der Salome, war der ältere Bruder des Apostels Johannes. In den Evangelien fallen die beiden Zebedäussöhne wiederholt auf. Wegen ihres ungestümen Temperaments (vgl. Lk 9,52-54) hat Jesus sie „Donnersöhne“ genannt (Mk 3,17). Jakobus war Zeuge der Verklärung Jesu und auch seines Gebets am Ölberg. Als Erster der Zwölf erlitt er den Märtyrertod; König Herodes Agrippa I. ließ ihn ums Jahr 44 mit dem Schwert hinrichten. Nach alter spanischer Überlieferung soll sein Leib in Santiago de Compostela begraben sein.

Jakobus (der Ältere) war wie Johannes der Sohn des Fischers Zebedäus und gehört nach Simon und Andreas zu den erstberufenen Jüngern Jesu (Mk 3,17). Die »Donnersöhne« (Mk 3,17), wie Jesus die beiden nannte, gehörten zusammen mit Petrus zu den engsten Jüngern, die Zeugen seiner Verklärung sowie seiner Todesangst im Garten Getsemani wurden (Mk 14,33). Jakobus wird nach der Auferstehung Jesu in Jerusalem erwähnt (Apg 1,13). Er erlitt als Erster der Apostel im Jahr 44 zu Ostern das Martyrium durch das Schwert (Apg 12,2). Sein Bezug zu Spanien wird in den Legenden unterschiedlich ausgemalt: Er soll auf der Iberischen Halbinsel gepredigt haben; eine andere Fassung sagt, sein Leichnam sei auf einem Schiff ohne Besatzung in Spanien angetrieben worden. Nach einer späteren Variante sollen seine Gebeine von Jerusalem zum Sinai gebracht und im 8. Jahrhundert vor den Sarazenen nach Spanien gerettet worden sein. Über die Geschichtlichkeit dieser Überlieferung wurde bis zur Wende zum 21. Jahrhundert heftig diskutiert. Nachweisbar ist jedenfalls seit dem 9. Jahrhundert die Entwicklung des berühmten Wallfahrtsortes Santiago de Compostela. Die Muschel, mit der Jakobus dargestellt wird, gilt als Symbol der Pilgerschaft und der Auferstehung.


Jakobus rettet den unschuldig gehenkten Jungen, der mit seinen Eltern eine Wallfahrt nach Santiago de Compostela unternommen hatte; aus dem Jakobsaltar der Nürnberger Schule, um 1525
Joachim Schäfer, www.heiligenlexikon.de

Legenden oder Worte der Heiligen

Seit den 1970er-Jahren ist die Wallfahrt nach Santiago de Compostela nicht nur als touristisches Erlebnis wieder modern geworden. Viele Menschen unternehmen die Pilgerreise auch auf der Suche nach erlebter Spiritualität oder nach sich selbst zeitaufwändig zu Fuß, per Fahrrad oder auf dem Pferd. Wer wenigstens 100 km zu Fuß oder 200 km mit dem Fahrrad hinter sich gebracht hat und dies durch Stempel in seinem Pilgerpass nachweisen kann, erhält im Pilgerbüro die ersehnte Urkunde; im Jahr 2004 kamen 179.932 neben den jährlich 10 Millionen Touristen als Pilger, 2017 wurde erstmals die 300.000-Marke übertroffen. Über den Pilgern schwingt zum Schluss mancher Gottesdienste ein riesengroßer Weihrauchkessel durch die Kirche. Der 25. Juli wird als Höhepunkt mit einem großen Feuerwerk begangen.

Der Überlieferung zufolge erschien Maria, die Mutter Jesu, am 2. Januar des Jahres 40 n. Chr. dem Apostel Jakobus dem Älteren auf dieser Säule. Die Erscheinung gilt in der Mariologie als die erste Marienerscheinung überhaupt und zugleich als die einzige Erscheinung der Gottesmutter, die noch zu ihren irdischen Lebzeiten stattfand.

Apostel Jakobus soll Jünger mit der Prophezeiung geworben haben, dass er nach seinem Tod Unzählige bekehren werde. Während der Reise hatte er jedoch so wenig Erfolg, dass er eines Tages, laut Überlieferung, mutlos und verzweifelt im Gebiet des heutigen Saragossa am Ufer des Ebro gesessen habe. Als er den Entschluss gefasst habe, die Mission abzubrechen, soll ihm die Jungfrau Maria auf einer Säule erschienen sein und ihm ihre Unterstützung versichert haben.


Lesung aus dem Schott
7 Diesen Schatz tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen; so wird deutlich, dass das Übermaß der Kraft von Gott und nicht von uns kommt. 8 Von allen Seiten werden wir in die Enge getrieben und finden doch noch Raum; wir wissen weder aus noch ein und verzweifeln dennoch nicht; 9 wir werden gehetzt und sind doch nicht verlassen; wir werden niedergestreckt und doch nicht vernichtet. 10 Immer tragen wir das Todesleiden Jesu an unserem Leib, damit auch das Leben Jesu an unserem Leib sichtbar wird. 11 Denn immer werden wir, obgleich wir leben, um Jesu willen dem Tod ausgeliefert, damit auch das Leben Jesu an unserem sterblichen Fleisch offenbar wird. 12 So erweist an uns der Tod, an euch aber das Leben seine Macht. 13 Doch haben wir den gleichen Geist des Glaubens, von dem es in der Schrift heißt: Ich habe geglaubt, darum habe ich geredet. Auch wir glauben und darum reden wir. 14 Denn wir wissen, dass der, welcher Jesus, den Herrn, auferweckt hat, auch uns mit Jesus auferwecken und uns zusammen mit euch vor sich stellen wird. 15 Alles tun wir euretwegen, damit immer mehr Menschen aufgrund der überreich gewordenen Gnade den Dank vervielfachen zur Verherrlichung Gottes.

2 Kor 4,7-15
Evangelium aus dem Schott
20 Damals kam die Frau des Zebedäus mit ihren Söhnen zu Jesus, fiel vor ihm nieder und bat ihn um etwas. 21 Er fragte sie: Was willst du? Sie antwortete: Versprich, dass meine beiden Söhne in deinem Reich rechts und links neben dir sitzen dürfen! 22 Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, was ihr erbittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? Sie sagten zu ihm: Wir können es. 23 Da antwortete er ihnen: Meinen Kelch werdet ihr trinken; doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die es mein Vater bestimmt hat. 24 Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich über die beiden Brüder. 25 Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Großen ihre Vollmacht gegen sie gebrauchen. 26 Bei euch soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, 27 und wer bei euch der Erste sein will, soll euer Sklave sein. 28 Wie der Menschensohn nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele. 

Mt 20,20-28

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… Ja, mir geschehe, wie Du es gesagt.

Seit ich nicht mehr mich selbst suche, führe ich das glücklichste Leben, das es geben kann.

Zitat von der Hl. Theresia vom Kinde Jesu

Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen.