Christophorus, h1>
Märtyrer, Nothelfer
* in Kanaan oder in Lykien in der heutigen Türkei
†um 250 (?) in Lykien in der heutigen Türkei (?)
… aus ihrem Leben!
Der Überlieferung zufolge stammte er aus Kleinasien und erlitt um 250 unter Decius den Märtyrertod. Die bekannteste Legende erzählt, dass er, ein Riese, der Menschen über einen gefährlichen Fluss trug, unter der Last des Jesuskindes unterging und auf diese Weise von ihm getauft und zugleich gerettet wurde. Im Mittelalter gab es die Vorstellung, dass derjenige, der ein Bild des Heiligen betrachtet, an diesem Tag nicht stirbt. Darum wurden an vielen Kirchen (oft außen) große Christophorusbilder angebracht. Im 20. Jahrhundert wurde er zum Schutzpatron der Autofahrer. Er wird im Osten und Westen verehrt und zählt zu den Vierzehn Nothelfern.
Quelle: maria-laach.de
Otto Dix: Christophorus IV, in der Kunstsammlung in GeraJoachim Schäfer, www.heiligenlexikon.de
Legenden oder Worte der Heiligen
Die eigentliche Christusträgerlegende kommt erst im 13. Jahrhundert auf in der Legenda Aurea des Jacobus de Voragine und einem Hymnus des Mailänders Origo Scaccabarozzi, wobei möglicherweise eine volkstümliche Herkunft zugrunde liegt. In ihr wurde ein Riese
mit Namen Offerus geschildert, von furchtbarem Antlitz und 12 Ellen (fast 10 Meter) groß, dessen Bild sich im Laufe der Zeit immer mehr vermenschlichte. Christophorus suchte nach dieser Legende den mächtigsten aller Könige, nur diesem wolle er dienen - ein aus der höfischen Tradition (Parzival) bekanntes Motiv. Als ein König, den er für den mächtigsten gehalten hatte, bei einem Spielmannslied sich jedesmal bei der Nennung des Teufels bekreuzigte, musste der zugeben, dass er sich vor dem Teufel fürchte. Da verließ Christophorus ihn, um diesen noch Mächtigeren zu suchen; in der Einöde fand er ihn als schwarzen Ritter mit einer schrecklichen Begleiterschar und stellte sich in seinen Dienst; als sie aber zusammen des Weges zogen, wurde ein Kreuz sichtbar; der Teufel wich dem Kreuz aus, machte einen großen Umweg und musste zugeben, dass er das Bild des gekreuzigten Christus noch mehr als alles in der Welt zu fürchten habe.

Fresko von Masaccio, um 1420, in San Clemente in Rom
Christophorus verließ nun auch den Teufel, nur dem noch mächtigeren Christus wollte er dienen. Lange suchte er, bis er endlich einen Einsiedler - später Cucufas genannt - fand, der ihm bestätigte, Christus sei der mächtigste Herrscher; wolle man ihm dienen, so müsse man fasten können. Christophorus entgegnete, dass er das nicht könne. Auch die nächste Forderung, viel zu beten, konnte Christophorus nicht befolgen. Er übernahm dann aber die Aufgabe, Menschen auf dem Rücken über einen gefährlichen Fluss zu tragen, denn er war ja groß und stark. Statt eines Stabes nahm er eine große Stange und trug unermüdlich Menschen herüber und hinüber - eine Entlehnung aus der Legende des Julianus Hospitator, wo dieses Motiv mit Rechtsbräuchen aus dem Asylrecht in Verbindung stand.

Cima da Conegliano: um 1500, in der Kirche Madonna dell'Orto in Venedig
Eines Nachts hörte Christophorus eine Kinderstimme rufen, konnte aber in der Dunkelheit nichts erblicken. Nach dem dritten Ruf nochmals hinausgehend sah er ein Kind, das hinübergetragen werden wollte. Als er aber mit diesem Kind auf der Schulter ins Wasser stieg, wurde die Last immer schwerer, das Wasser schwoll an, er fürchtete zu ertrinken und glaubte, die ganze Welt läge auf seinen Schultern. Mehr als die Welt hast du getragen
, sagte das Kind zu ihm, der Herr, der die Welt erschaffen hat, war deine Bürde
. Das Kind drückte ihn unter das Wasser und taufte ihn so. Am Ufer erkannte Christophorus Christus als seinen Herrn, der ihm auftrug, ans andere Ufer zurückzukehren und seinen Stab in den Boden zu stecken: er werde als Bekräftigung seiner Taufe finden, dass der Stab grüne und blühe. Als Christophorus am Morgen erwachte, sah er, dass aus seinem Stab tatsächlich ein Palmbaum mit Früchten aufgewachsen war.
28 Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch eher vor dem, der Seele und Leib in der Hölle verderben kann!
29 Verkauft man nicht zwei Spatzen für einen Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters.
30 Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt.
31 Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.
32 Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen.
33 Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.





