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Der Heilige

Antonius Maria Zaccaria,

Priester, Ordensgründer

* 1502 in Cremona in Italien
† 5. Juli 1539 daselbst

… aus ihrem Leben!

Er wurde in Cremona geboren. Zuerst war er Arzt, dann wurde er Priester. Er gehört zu den großen Erneuerern der Kirche im 16. Jahrhundert. Vor allem wollte er im Klerus wieder den Geist des Evangeliums wecken. Er gründete die Regularkleriker vom heiligen Paulus, Barnabiten genannt nach dem St.-Barnabas-Kloster in Mailand, das die Gründer 1538 bezogen. Auch die „Englischen Schwestern vom heiligen Paulus“ (Angeliken) sind seine Gründung. Als Volksmissionar predigte er, vom Apostel Paulus inspiriert, Jesus, den Gekreuzigten, und verbreitete die Verehrung des heiligsten Altarsakraments. Das Freitagsläuten und das Vierzigstündige Gebet gehen auf seine Anregung zurück. Er starb schon 1539.

Wie Verrückte

„Auf, auf, Brüder! Wenn es bei uns bis jetzt noch eine gewisse Unentschlossenheit gab, werfen wir sie zusammen mit aller Nachlässigkeit von uns, und laufen wir wie Verrückte nicht nur auf Gott zu, sondern auch zum Mitmenschen!“ (Antonius Maria Zaccaria, Brief von 1531)

Quelle: erzabtei-beuron.de

 


Bild im Konvent an San Barnaba in Mailand: Paulus überreicht Antonius und seinen beiden Gefährten Giacomo Antonio Morigia und Bartolomeo Ferrari die Ordensregel.
Joachim Schäfer, www.heiligenlexikon.de

Legenden oder Worte der Heiligen

In einer Ansprache an seine Mitbrüder empfiehlt Zaccaria die Nachfolge Christi nach dem Vorbild des Apostels Paulus:
Wir stehen als Toren da um Christi willen (1. Korintherbrief 4, 10); das sagte der heilige Paulus, unser Führer und Schutzherr, von sich und den übrigen Aposteln wie auch von allen, die sich zu einer christlichen und apostolischen Ordnung bekennen. Aber es gibt keinen Grund, liebe Brüder, sich zu wundern oder sich zu fürchten, denn ein Jünger steht nicht über seinem Meister und ein Sklave nicht über seinem Herrn (Matthäusevangelium 10, 24). Unsere Gegner leisten sich einen schlechten, uns aber einen guten Dienst. Sie verschaffen uns Kronen großer Herrlichkeit, für sich aber fordern sie den Zorn Gottes heraus. Wir müssen mit ihnen Erbarmen haben und sie lieben, statt sie zu verabscheuen und zu hassen. Ja, wir müssen für sie beten und dürfen uns nicht vom Bösen besiegen lassen, sondern müssen das Böse durch das Gute besiegen. Wie uns der Apostel mahnt, müssen wir glühende Kohlen brennender Liebe auf ihr Haupt sammeln (Römerbrief 12, 20), damit sie unsere Geduld sehen, sich zu fruchtbringenderem Leben bekehren und in Gottesliebe entbrennen. Uns hat Gott in seiner Huld trotz unserer Unwürdigkeit aus der Welt erwählt, damit wir ihm dienen, von Tugend zu Tugend fortschreiten und durch unsere Ausdauer reiche Frucht der Liebe bringen und nicht nur wegen der Hoffnung auf die Herrlichkeit der Kinder Gottes jubeln, sondern auch wegen unserer Bedrängnis.
Seht doch auf eure Berufung, Brüder! (1. Korintherbrief 1, 26). Wenn wir sie ernsthaft bedenken, werden wir erkennen, dass dies ihr Sinn und ihre Forderung ist. Da wir begonnen haben, den Spuren der heiligen Apostel und der anderen Streiter Christi, wenn auch nur von weitem, zu folgen, dürfen wir uns auch nicht weigern, an ihren Leiden teilzunehmen. Lasst uns mit Ausdauer in dem Wettkampf laufen, der uns aufgetragen ist, und dabei auf Jesus blicken, den Urheber und Vollender des Glaubens! (Hebräerbrief 12, 1 f). Wir haben einen so großen Apostel zum Führer und Schutzherrn erwählt und gelobt, ihm nachzufolgen. Darum wollen wir versuchen, seine Lehre und sein Leben in unserem Leben auszuprägen. Denn es wäre ein Widerspruch, unter einem solchen Führer ein feiger Soldat oder ein Überläufer zu sein oder einem so herrlichen Vater ein entarteter Sohn.

Quelle: J. A. Gabutio (Hrsg.): Sermo ad confratres suos: Historia Congregationis Regularium S. Pauli, Bd. 1, 8; zitiert nach Monastisches Lektionar zum 5. Juli

Zitate von Antonius Maria Zaccaria:

Gott wird dein Geliebter und Sohn und Vater und Mutter zusammen. Er sucht dich, ruft dich an und lädt dich ständig ein. Unselig, die ihn verlassen, und selig, die sich im Abgrund dieser ewigen Süße befinden!
Oh, große Güte; oh, unschätzbare Nächstenliebe! Gott macht sich zum Menschen! Und warum? Um den Menschen zu Gott zurückzuführen, ihn den Weg zu lehren und ihm Licht zu geben.
Das Mittel, um die Liebe zu Gott zu erlangen, ist die Liebe zum Nächsten.
Gott hat uns ein Gesetz der Liebe gegeben, nicht der Angst, der Freiheit des Geistes, nicht der Knechtschaft; und ein Gesetz, das unseren Herzen innewohnt und das jeder Mensch für sich selbst erkennen kann. Es ist also nicht nötig, den Nächsten zu befragen: Befrage dein Herz, und er wird es dir antworten!
So groß ist durch die Gnade Gottes die Erhabenheit des freien Willens, dass der Mensch nach Belieben Teufel und Gott werden kann.
Der innere Mensch hat nicht weniger geistliche Nahrung nötig als der äußere Mensch irdisches Brot.
Dein Geist ist wie eine Mühle im Wasser, die immer funktioniert. Wenn du sie mit Weizen speist, dann mahlt sie Weizen; Wenn du sie mit Lolch und Wicke speist, mahlt sie Lolch und Wicke.
Wenn plötzlich etwas passiert, das unsere Sorge erfordert, dann lasst uns den Geist zu Gott erheben und ihn bitten, uns zu erleuchten, was wir tun sollen, und wenn wir dann dem Geist folgen, werden wir nicht fehlgehen.

Quelle: Sant'Antonio Maria Zaccaria - Preghiere a Gesù e Maria - http://www.preghiereagesuemaria.it/santiebeati/sant'antonio%20maria%20zaccaria%20fuoco%20nella%20citta.htm, abgerufen am 16. November 2019; eigene Übersetzung

zusammengestellt von Abt em. Dr. Emmeram Kränkl OSB,
Benediktinerabtei Schäftlarn,
für die Katholische SonntagsZeitung


Lesung aus dem Schott


2 Tim 1,13-14; 2,1-3
Evangelium aus dem Schott


Mk 10,13-16

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Seit ich nicht mehr mich selbst suche, führe ich das glücklichste Leben, das es geben kann.

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Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen.