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Der Heilige

Thomas Morus,

Lordkanzler, Vater, Märtyrer

* 6. Februar (?) 1477/1478 in London in England
† 6. Juli 1535 daselbst

… aus ihrem Leben!

Thomas Morus (* 1478 in London) war ein humanistisch gebildeter Jurist, lebte aber auch eine Zeit lang als Postulant bei den Kartäusern in London, bevor er heiratete. Unter Heinrich VIII. wurde er Diplomat und verfasste das Werk »Utopia«, in dem er eine ideale Gesellschaft entwirft, in der die Gleichheit aller Bürger, gemeinschaftlicher Besitz, Bildung und innerer Friede bestimmend sind. Mit seiner Hilfe verfasste Heinrich VIII. eine Schrift gegen Martin Luther, die ihm den päpstlichen Ehrentitel »Verteidiger des Glaubens« eintrug. Morus wurde Lordkanzler, legte jedoch wegen der Politik des Königs 1532 aus Treue zur katholischen Kirche sein Amt nieder. Weil er den Suprematseid verweigerte, wurde er am 6. Juli 1535, zwei Wochen nach John Fisher, wegen Hochverrats zum Tode verurteilt und hingerichtet.
 


Gemälde von Hans Holbein dem Jüngeren, 1527, in der Frick Collection in New York
Joachim Schäfer, www.heiligenlexikon.de

Legenden oder Worte der Heiligen

Thomas Morus in seiner Utopia:

Wenn ich daher alle diese Staaten, die heute irgendwo in Blüte stehen, prüfend an meinem Geiste vorbeiziehen lasse, so finde ich - so wahr mir Gott helfe! - nichts anderes als eine Art von Verschwörung der Reichen, die im Namen und unter dem Rechtstitel des Staates für ihren eigenen Vorteil sorgen. Alle möglichen Schliche und Kniffe ersinnen und erdenken sie, um zunächst einmal das, was sie durch üble Machenschaften zusammengerafft haben, ohne Furcht vor Verlust zusammenzuhalten, dann aber alle Mühe und Arbeit der Armen so billig wie möglich zu erkaufen und ausnützen zu können. Sobald die Reichen erst einmal im Namen der Allgemeinheit, das heißt also auch der Armen, den Beschluss gefasst haben, diese Methoden anzuwenden, so erhalten sie auch schon Gesetzeskraft.

Gebet um Humor

Schenke mir eine gute Verdauung, Herr, und auch etwas zum Verdauen.
Schenke mir Gesundheit des Leibes mit dem nötigen Sinn dafür, ihn möglichst gut zu erhalten.

Schenke mir eine heilige Seele, Herr, die im Auge behält, was gut und rein ist, damit sie sich nicht einschüchtern läßt vom Bösen, sondern Mittel findet, die Dinge in Ordnung zu bringen.

Schenke mir eine Seele, der die Langeweile fremd ist, die kein Murren kennt und kein Seufzen und Klagen, und lasse nicht zu, dass ich mir allzuviel Sorgen mache um dieses sich breit machende Etwas, das sich "Ich" nennt.

Herr, schenke mir Sinn für Humor. Gib mir die Gnade, einen Scherz zu verstehen, damit ich ein wenig Glück kenne im Leben und anderen davon mitteile.

 

Thomas' letzte Worte an das Volk:

Ich nehme euch zu Zeugen, dass ich im Glauben und für den Glauben der hl. katholischen Kirche und als treuer Diener des Königs, aber in erster Linie als treuer Diener Gottes sterbe. Betet für den König, dass Gott ihn führe und erleuchte."

 

"Nie hätte ich daran gedacht einer Sache zuzustimmen,
die gegen mein Gewissen wäre."

 


Lesung aus dem Schott


1 Petr 4,12-19
Evangelium aus dem Schott


Mt 10,34-39

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Siehe, ich bin eine Magd des Herrn

… Ja, mir geschehe, wie Du es gesagt.

Seit ich nicht mehr mich selbst suche, führe ich das glücklichste Leben, das es geben kann.

Zitat von der Hl. Theresia vom Kinde Jesu

Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen.