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Der Heilige

Karl Lwanga und Gefährten,

Märtyrer

* 1865 in Bulimu in Uganda
† 3. Juni 1886 in Namugongo bei Kampala in Uganda

… aus ihrem Leben!

Die heiligen Karl Lwanga, Matthias Murumba und ihre Gefährten,
Märtyrer von Uganda,

Am 6. Juni 1920 feierte die Hauptstadt der Christenheit ein glänzendes Fest, eine Seligsprechungsfeier, die aber diesmal ein besonderes Merkmal trug. Tausende von Gläubigen füllte die gewaltigen goldschimmernden Hallen des herrlichen Petersdomes. Unter den Kardinälen, Bischöfen und Missionaren zogen zwei ehrwürdige schwarze Gestalten in silberverzierten Talaren aus schwarzem Damast, der Amtstracht der hohen Beamten Ugandas, die Blicke aller auf sich. Es waren die Überlebenden aus der Schar der heldenmütigen Bekenner von Uganda: Dionys Kamyuka und Josef Nsingisira, die gekommen waren, dem Ehrentag ihrer Brüder beizuwohnen, der Seligsprechung der zweiundzwanzig Märtyrer von Uganda.  Mit seinen 21 katholischen Gefährten wurde Karl Lwanga 1920 von Papst Benedikt XV. seliggesprochen, ihre Heiligsprechung erfolgte am 18. Oktober 1964 durch Papst Paul VI. Karl Lwanga wurde 1934 zum Patron der katholischen Aktion und der Jugend Afrikas erklärt.

In Uganda, dem in Mittelafrika am Nordostufer des Viktoriasees gelegenen Missionsneuland der Weißen Väter, brachte der Stamm der Baganda seit 1879 der christlichen Religion einen offenen Sinn und ein williges Herz entgegen. Infolge der Umtriebe der mohammedanischen Händler aber sahen sich 1882 die Missionare genötigt, das Land einstweilen wieder zu verlassen. Schon zwei Jahre darauf rief sie der neu zur Herrschaft gelangte, jugendliche König Muanga wieder zurück. Er zeigte sich der christlichen Religion gewogen und das Volk schien zur Bekehrung bereit. Doch bald trat eine merkwürdige Sinnesänderung ein. Der erste Minister des Königs war ein fanatischer Heide. Er wusste das Herz seines Herrschers mit Argwohn gegen das Christentum zu erfüllen. Noch dazu ergab sich Muanga dem Laster niedrigster Sinnenlust.

Das erste Opfer des feindseligen Ministers wurde der Palastvorsteher Josef Mkasa, ein früherer Vertrauter des Königs. Er wagte es, diesem in einer kleinen Sache zu widersprechen. Das musste der treffliche Mann, das Vorbild und Haupt der erst zweihundert Getaufte zählenden Kirche Ugandas, mit dem Tod der Enthauptung büßen (16. November 1885). „Ein Christ, der für Gott stirbt, fürchtet sich nicht vor dem Tod,“ sprach er, als ihn die Henker binden wollten.

 

Unter der Dienerschaft Muangas befanden sich viele Christen. Karl Luanga, der Aufseher der Pagen, ein junger Mann von zwanzig Jahren, verwendete seinen großen Einfluss auf die Kameraden dazu, ihre Herzen für die christliche Lehre zu begeistern. Das erzürnte den launischen Herrscher. Sein Grimm gegen die christlichen Pagen wuchs, als sie energisch sich weigerten seinen Lüsten sich preiszugeben. Da traf der von der Jagd heimkehrende König eines Abends den siebzehnjährigen Dionysius Febuggmao, wie er gerade einem Kameraden den Katechismus erklärte. In Wut gebracht, schrie Muanga: „Warte, ich will dir deine Unverschämtheit austreiben“ und durchbohrte den kleinen Katecheten mit der Lanze (26. Mai 1886). Das war das Zeichen einer allgemeinen Verfolgung der Christen, die Muanga mit seinem Minister noch in der Nacht im Kriegsrat beschloss. Die „Beter“ müssen sterben, ergeht der Befehl. In der Empfangshalle eingeschlossen, bereiten sich die christlichen Pagen auf den Kampf am kommenden Morgen vor. Karl Luanga, ihr Führer, erteilt noch rasch vieren von ihnen, die noch Katechumene waren, die heilige Taufe, nämlich den sechzehnjährigen Mbaga Tuzinde, Gyavira und Mgagga und dem erst dreizehnjährigen Kizito. Am Morgen wurden sie vor den König geführt. Unter wildem Geschrei befahl er: „Wer betet, trete auf diese Seite!“ Karl sprang vor und sogleich folgte ihm sein kleiner Täufling Kizito, der Sohn des zweithöchsten Beamten, und ergriff seine Hand. „Fürchte nichts,“ hatte ja der sorgliche Führer und Freund ihm gesagt, „ich bin bei dir. Wenn der Augenblick kommt, den Glauben zu bekennen, dann nimmst du mich bei der Hand, und wir sterben zusammen.“ Weitere Bekenner folgten. „Seid ihr Christen,“ herrschte sie Muanga an. „Ja!“ – „Und ihr wollt Christen bleiben?“ – „Ja, bis in den Tod.“ Der Befehl zum Tod war die Antwort.

Als letzter war Karl Luanga gestorben, den man abgesondert hatte. Langsam ließ man ihn, bei den Füßen beginnend, verkohlen. Höhnisch forderte ein Henker ihn auf, seinen Gott zu Hilfe zu rufen. „Du Tor,“ antwortete ihm Karl, „du weißt nicht, was du sagst. Du gießt frisches Wasser auf meine Füße. Hüte dich, dass Gott dich wegen deiner Lästerung nicht eines Tages ins unauslöschliche Feuer wirft.“

Neun Tage nach dem ruhmvollen Tod der Pagen kam Josef Nfingisira von einer Gesandtschaftsreise nach Uganda zurück und erhielt Kunde von dem Geschehenen. Sofort stellte er sich dem König als Christ und wurde verurteilt. Auf die Bemühungen seiner hohen Verwandten hin wurde die Hinrichtung aufgeschoben. Aber 28 Monate lang musste der furchtlose Bekenner, in Pflock und Eisen gefesselt, in grausamer Kerkerhaft zubringen, bis der Sturz Muangas ihn aus den Banden befreite. Wer vermag die Gefühle auszusprechen, die ihn am Tag der Seligsprechung seiner Mitbrüder beseelt haben mögen! Einzigartige Auserwählung, ein solches Ereignis zu erleben!

„Verlangt die Stunde auch nicht Martyrerblut, so verlangt sie doch Martyrermut. Ehret das Martyrerblut, das von dem unerbittlichen Christushass eines heidnischen Tyrannen und der unnatürlichen Genusssucht eines Wüstlings gefordert, von der glühenden Christusliebe jugendlicher Neubekehrter und der opferfreudigen Entsagung keuscher schwarzer Jünglinge hingegeben wurde. Durchdringt euch mit Martyrermut, um den Kampf gegen die beiden Hauptübel der Zeit, die Menschenfurcht und die Genusssucht, siegreich bestehen zu können!“ Mahnung Papst Benedikts XV. bei Bekanntgabe des Dekrets über die Echtheit des Martyriums der 22 afrikanischen Martyrer am 29. Februar 1920


Albert Wider: Moderne afrikanische Darstellung: Karl Lwanga (Mitte) und seine 21 Gefährten, 1962
Joachim Schäfer, www.heiligenlexikon.de

Legenden oder Worte der Heiligen

Papst Paul VI. sagte in seiner Homilie bei der Heiligsprechung der Ugnadischen Märtyrer:

Die afrikanischen Märtyrer fügen dem Martyrologium, dem Verzeichnis der Märtyrer, eine neue Seite hinzu, auf der Geschehnisse voll Schrecklichkeit und zugleich voll Großartigkeit dargestellt sind. Es ist eine wahrhaft kostbare Seite, die den Berichten aus dem alten Afrika hinzugefügt wird. …
Nach ihnen muss sich das neue Volk Afrikas formen, damit eine neue geistige Tradition entsteht und auf die Nachkommen vererbt wird. Diese soll den Übergang ausdrücken und ihn fördern: Er führt von einer einfachen und rauhen Lebensweise, in der es zwar nicht an edlen menschlichen Gütern fehlte, die aber dennoch befleckt und krank war und gefangen unter dem Joch der Sklaverei, zu einer Kultur, die höhere Äußerungen des menschlichen Geistes und höhere Formen des gesellschaftlichen Lebens fordert.


Lesung aus dem Schott
1 Ein andermal geschah es, dass man sieben Brüder mit ihrer Mutter festnahm. Der König wollte sie zwingen, entgegen dem göttlichen Gesetz Schweinefleisch anzurühren, und ließ sie darum mit Geißeln und Riemen peitschen. 2 Einer von ihnen ergriff für die andern das Wort und sagte: Was willst du uns fragen und was willst du von uns lernen? Eher sterben wir, als dass wir die Gesetze unserer Väter übertreten. 3 Da wurde der König zornig und befahl, Pfannen und Kessel heiß zu machen. 4 Kaum waren sie heiß geworden, ließ er ihrem Sprecher die Zunge abschneiden, ihm nach Skythenart die Kopfhaut abziehen und Nase, Ohren, Hände und Füße stückweise abhacken. Dabei mussten die anderen Brüder und die Mutter zuschauen. 5 Den grässlich Verstümmelten, der noch atmete, ließ er ans Feuer bringen und rösten. Während sich der Dunst aus der Pfanne nach allen Seiten verbreitete, sprachen sie und ihre Mutter einander Mut zu, in edler Haltung zu sterben. Sie sagten: 6 Gott, der Herr, sieht und gewiss hat er Erbarmen mit uns. Denn so hat es Mose klar gesagt in dem Lied, in dem er öffentlich das Volk anklagte: Und er wird mit seinen Dienern Erbarmen haben. 7 Als der Erste der Brüder auf diese Weise gestorben war, führten sie den Zweiten zur Folterung. Sie zogen ihm die Kopfhaut samt den Haaren ab und fragten ihn: Willst du essen, bevor wir Glied für Glied an deinem Körper martern? 8 Er antwortete in seiner Muttersprache: Nein! Deshalb wurde er genauso wie der Erste gefoltert. 9 Als er in den letzten Zügen lag, sagte er: Du Unmensch! Du nimmst uns dieses Leben; aber der König der Welt wird uns zu einem neuen, ewigen Leben auferstehen lassen, weil wir für seine Gesetze gestorben sind. 10 Nach ihm folterten sie den Dritten. Als sie seine Zunge forderten, streckte er sie sofort heraus und hielt mutig die Hände hin. 11 Dabei sagte er gefasst: Vom Himmel habe ich sie bekommen und wegen seiner Gesetze achte ich nicht auf sie. Von ihm hoffe ich sie wiederzuerlangen. 12 Sogar der König und seine Leute staunten über den Mut des jungen Mannes, dem die Schmerzen nichts bedeuteten. 13 Als er tot war, quälten und misshandelten sie den Vierten genauso. 14 Dieser sagte, als er dem Ende nahe war: Gott hat uns die Hoffnung gegeben, dass er uns auferstehen lässt. Darauf warten wir gern, wenn wir von Menschenhand sterben. Für dich aber gibt es keine Auferstehung zum Leben.

2 Makk 7,1-14
Evangelium aus dem Schott

In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie.

Wir blicken auf den Dom zu Fulda.
Mit Jesus auf den Weg

Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.
Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.

Wir blicken auf eine mit Menschen gefüllte Kirche. Die Gläubigen beten Jesus im Sakrament des Altares an.
Anbetung im Gottesdienst

Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.

Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein.



Mt 5,1-12a

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Heilige und Namenspatrone sind Teil der unsichbaren Welt

Weihegebet an die Heiligste Dreifaltigkeit durch Maria
Gebet zur Mutter von der immerwährenden Hilfe

Siehe, ich bin eine Magd des Herrn

… Ja, mir geschehe, wie Du es gesagt.

Seit ich nicht mehr mich selbst suche, führe ich das glücklichste Leben, das es geben kann.

Zitat von der Hl. Theresia vom Kinde Jesu

Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen.