Gregor VII, h1>
Papst
* um 1015 in Sovana (?) in der Toskana in Italien
†25. Mai 1085 in Salerno in Italien
… aus ihrem Leben!
Gregor VII. (Hildebrand), geboren zwischen 1020 und 1025, wurde Benediktiner in Cluny. In der Kirchenreform stand er den Päpsten als Vorkämpfer der kirchlichen Rechte zur Seite. 1073 wurde er selbst zum Papst gewählt und nahm den Namen Gregor VII. an. Im Investiturstreit, dem erbitterten Kampf gegen die Einsetzung der Bischöfe durch die Staatsgewalt, setzte er sich durch. 1077 fand der berühmte Gang nach Canossa statt, wo Heinrich IV. öffentlich Kirchenbuße leistete. Der Streit war aber nicht beendet, der Papst exkommunizierte den Kaiser zum zweiten Mal, worauf dieser mit seinem Heer gegen Rom zog. Gregor musste fliehen und starb in Süditalien im Exil. Gregor gehört zu den umstrittensten Päpsten der Kirchengeschichte. Petrus Damiani, ein enger Mitstreiter, bezeichnete ihn, seine Durchsetzungskraft zugleich anerkennend und tadelnd, u. a. als »heiligen Satan«, »Zuchtrute Gottes«, »Höllenbrand«.
Quelle: maria-laach.de
Otto Friedrich: Heinrich IV. im Büßergewand vor Gregor VII. in CanossaJoachim Schäfer - heiligenlexikon.de
Legenden oder Worte der Heiligen
Worte des Heiligen
In einem Brief an Markgräfin Mathilde von Tuszien empfiehlt ihr Papst Gregor VII. mit Hinweis auf verschiedene Kirchenlehrer die oftmalige, ja tägliche Teilnahme an der Eucharistie:
Deshalb gebiete ich dir als stärkste Waffe, die ich dir mit Gottes Hilfe gegen den Fürsten dieser Welt an die Hand gebe, den Leib des Herrn oft zu empfangen. Ebenso gebe ich dir die Weisung, dich vertrauensvoll ganz der Mutter des Herrn zu überlassen.
Was der heilige Ambrosius über den Empfang des Leibes des Herrn dachte, schärfe ich dir in diesem Brief ein. Er schreibt nämlich im vierten Buch über die Sakramente unter anderem: Wenn wir den Tod des Herrn verkünden, verkünden wir die Vergebung der Sünden. Wenn also bei jeder Feier das Blut des Herrn zur Vergebung der Sünden vergossen wird, dann muss ich es immer wieder empfangen, damit mir auch immer aufs Neue die Sünden vergeben werden. Weil ich ständig sündige, bedarf ich ständig der Medizin.
Ähnlich schreibt Ambrosius im fünften Buch über die Sakramente: Wenn es das tägliche Brot ist, warum willst du es nur einmal im Jahr zu dir nehmen, wie es die Griechen im Orient zu tun pflegen? Empfange täglich, was dir täglich Nutzen bringt. Lebe so, dass du täglich würdig bist, es zu empfangen. Wer es nicht täglich zu empfangen verdient, ist auch nicht würdig, es einmal im Jahr zu empfangen.
Zugleich empfiehlt Gregor ihr die Verehrung der Gottesmutter:
Was soll ich dir noch über die Mutter des Herrn sagen, der ich dich vornehmlich anvertraut habe, anvertraue und niemals vergessen möchte anzuvertrauen, wenn immer ich auf sie blicke? Was soll ich dir anderes sagen, als dass Himmel und Erde nicht aufhören, sie zu loben, wenn auch nicht so, wie sie es verdient. Doch eines sollst du ganz sicher festhalten: In dem Maß, wie sie größer, vollkommener und heiliger ist als jede andere Mutter, in dem Maß ist sie auch milder und gütiger mit den bekehrten Sündern und Sünderinnen. Setze daher deiner Neigung zur Sünde ein Ende! Wirf dich vor ihr nieder und weine vor ihr mit zerknirschtem und demütigem Herzen. Dann wirst du sie - das sage ich dir mit aller Sicherheit zu - mit offeneren Ohren und mit größerer Liebe dir zugeneigt finden als jede andere leibliche Mutter.
Quelle: Gregor VII.: Epist. 47 ad Comitissam Mathildem. In: Patrologia Latina 148, Sp. 326 - 328, zitiert nach: Quellen geistlichen Lebens, Bd. 2, hrsg. von Gisbert Greshake und Josef Weismayer. Matthias Grünewald Verlag, Ostfildern 2008, S. 30 - 33
Zitate von Gregor VII.:
Denkt daran, Liebste, denkt daran, wie viele weltliche Soldaten sich täglich um eines schnöden Lohnes willen für ihre Herren dem Tod ausliefern! Und was erleiden und tun wir für den höchsten König und den ewigen Ruhm? Welche Schande, welche Schmach und welchen Spott ziehen wir auf uns, da jene sich nicht fürchten, gleichsam für etwas ganz Nichtiges, den Tod auf sich zu nehmen, und wir für einen im Himmel bereitliegenden Schatz und die ewige Seligkeit es sogar vermeiden, Verfolgung zu erleiden!
Quelle: Gregor VII.: Epist. 21 ad universos fideles. In: Patrologia Latina, Sp.623; eigene Übersetzung
Je mehr man Ruhm für dieses Leben sucht, umso weniger wird für das künftige ersehnt.
Letzte Worte am 25. Mai 1085 im Exil: Ich habe die Gerechtigkeit geliebt und das Unrecht gehasst. Deshalb sterbe ich in der Verbannung.
zusammengestellt von Abt em. Dr. Emmeram Kränkl OSB,
Benediktinerabtei Schäftlarn,
für die Katholische SonntagsZeitung
Der Lebensbeschreiber des heiligen Papstes Gregor, der Diakon Johannes, erzählt von diesem heiligen Papst folgende wunderbare Begebenheit:
Eine Frau brachte eines Tages dem heiligen Gregor, als er die Hl. Messe feierte, als Opfer Brot und Wein. Als der Heilige ihr nach der Vollendung der Geheimnisse die heilige Kommunion reichte mit den Worten: “Der Leib des herrn bewahre deine Seele”, lachte sie leichtfertig. Der Heilige zog sofort seine Hand von ihrem Mund zurück und legte den Teil des Leibes des Herrn, den er ihr reichen wollte, auf den Altar. Nachdem die Hl. Messe beendet war, fragte der Heilige die Frau vor dem ganzen Volk, warum sie beim Empfang der heiligen Kommunion gelacht habe. Die Frau wollte mit der Sprache nicht heraus, endlich aber sagte sie: “Weil du das Brot, das ich mit eigenen Händen gebacken habe, den Leib des Herrn genannt hast.” Da warf sich der heilige Papst, vom Unglauben dieser Frau schmerzlich berührt, mit dem ganzen Volke auf die Knie und betete. Nach einer Weile erhob er sich, trat zum Altar und siehe da, der heilige Partikel des Leibes des Herrn, den er dahin gelegt hatte, war jetzt zu Fleisch geworden. Der Heilige zeigte ihn der ungläubigen Frau, die von nun an glaubte. Das Volk aber wurde dadurch nur noch mehr in seinem Glauben gestärkt. Hierauf warf sich der Heilige nochmals zum Gebete nieder, und der wunderbare Partikel erhielt seine vorige Gestalt wieder.
So sah diese Frau, so sah das Volk, so sah der Heilige selbst durch dieses Wunder bestätigt, was er predigte, nämlich: “Dass im heiligsten Sakrament Jesu Fleisch und Blut wirklich gegenwärtig ist, indem der heilige Geist durch die Konsekration Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi verwandelt. Dieses hochheilige Sakrament gibt Gottes Gnade, befreit von Sünden, vereinigt mit Christus und die Gläubigen untereinander, wirkt aber nur, wenn man mit Gott ausgesöhnt ist. Es ist ein Opfer, eine Wiederholung des Leidens Christi zu unserer Versöhnung, das für uns dargebracht wird.” (Homilie 22.35.37. Liber moral. 13. c.2 et. 12)
13 Als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger und sprach: Für wen halten die Menschen den Menschensohn?
14 Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten.
15 Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?
16 Simon Petrus antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!
17 Jesus antwortete und sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.
18 Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.[1]
19 Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein.





