Paschalis I., h1>
Papst
* in Rom
†11. Februar (?) 824 daselbst
… aus ihrem Leben!
Paschalis I. wurde 817 Papst. Kaiser Ludwig der Fromme bestätigte ihm die Unabhängigkeit des Kirchenstaates. Er war Initiator der Missionierung Nordeuropas.
Quelle: evangeliumtagfuertag.org
Medaillon, um 1848, in der Kirche San Paolo fuori le MuraJoachim Schäfer, www.heiligenlexikon.de
Legenden oder Worte der Heiligen
Worte des Heiligen
Brief über die Auffindung der Reliquien der hl. Cäcilia:
Es obliegt der apostolischen Leitung, die verschiedenen Leiber der Heiligen, die lange Zeit ohne Verehrung blieben, mit höchster Wachsamkeit zu Ehren des allmächtigen Gottes innerhalb der Mauern dieser ehrwürdigen Stadt ehrenvoll zu versammeln, unter ihnen auch den Leib der hl. Cäcilia, diese sollten wir ehrenvoll aufspüren; und weil sich schon lange unter einigen Leuten das Gerücht verbreitet hatte, dass der Leib der hl. Cäcilia vom Langobardenkönig Aistulph heimlich entführt worden sei, darum glaubten wir, sie beinahe dem Vergessen anheimgeben zu dürfen.
Doch eines Tages geschah mit Gottes Güte Folgendes, als wir vor der Confessio des hl. Petrus an einem Sonntagmorgen einmütig in Ruhe die Psalmen sangen und schon eine gewisse Schläfrigkeit unsere schwächlichen Körper erfasste: Da trat vor uns ein sehr schönes Mädchen von jungfräulichem Aussehen hin. Sie blickte uns an und sagte etwa Folgendes: Wir sagen dir vielen Dank, dass du deine zögerliche Haltung, die du aufgrund der fälschlich und grundlos verbreiten Berichte an den Tag gelegt hattest, verlassen hast und weil du dich so mir genähert hast, dass wir nun von Mund zu Mund miteinander sprechen können. Und als sie nun von uns gewissenhaft befragt wurde: Wer bist du denn? Und wie heißt du denn, da du mich so ansprichst? Wenn du nach meinem Namen fragst, ich heiße: Cäcilia, Dienerin Christi. Und ich fügte hinzu: Wie können wir das glauben, da doch einst das Gerücht verbreitet wurde, dass der Leib der heiligsten Martyrin von den Langobarden fortgeschafft wurde? Sie antwortete: Wahrheit ist, dass sie mich haben wollten und suchten, aber die Gnade meiner Herrin und allzeit jungfräulichen Gottesmutter verhinderte, dass sie mich finden, und von hier, wie sie es wollten, weiter wegschaffen konnten. Aber du fahre fort, wie du begonnen hast, und wirke unermüdlich weiter, da es dem allmächtigen Gott gefallen hat, mich dir zu zeigen. Und sei bestrebt, meinen Leib zusammen mit anderen Leibern der Heiligen, die neben mir sind, innerhalb der Stadtmauern zu bestatten. Und mit diesen Worten verabschiedete sie sich.
Da stellten wir aufgrund dieser Erscheinung alle Schwierigkeit hintan und beschlossen, unverzüglich den Leib der ehrwürdigen Jungfrau zu suchen. Da eilten wir mit dem gnädigen Beistand Gottes in den Friedhof des hl. Sixtus bzw. Praetextatus, der außerhalb der Porta Appia liegt (wie es offensichtlich in ihrer heiligsten Passio berichtet wird), und fanden [den Leib] inmitten der bischöflichen Kollegen mit goldenen Kleidern angetan zusammen mit ihrem verehrungswürdigen Bräutigam. Dort fanden wir auch zu Füßen der seligsten Jungfrau zusammengerollt und voll Blut die Leintücher, mit denen das heiligste Blut abgewischt wurde, das von den Wunden herrührte, die der Lanzenträger grausam mit dreimaligen Schlägen zugefügt hatte. Das alles berührten wir mit den Händen und überführten es dann zusammen mit dem verehrungswürdigen Leib in das Innere der Stadt Rom … und bestatteten den Leib dieser Jungfrau zusammen mit ihrem liebsten Bräutigam und den Martyrern Tiburtius und Maximus, sowie den beiden Bischöfen Urbanus und Lucius. unter dem hl. Altar des seligen Apostels Andreas und des seligen Bekenners Gregor.
Quelle: Patrologia Latina 102, epistel 1, Sp. 1087
Zitat von :
Paschalis macht dem Erzbischof von Mailand schwerste Vorwürfe wegen der von ihm geduldeten Simonie:
Der Herr bezeugt zur Abschreckung durch den Propheten: Wahrhaftig vergießt Blut, wer über das Unrecht der Frevler schweigend hinwegsieht. Wir hörten nämlich zu unserer großen Verwunderung, dass bei euch heilige Weihen durch Geld ver- und gekauft werden, obwohl sich doch, wer derartiges billigt, ganz und gar als Häretiker erweist, wie der Hl. Geist durch Gregor sagt:
Wer immer durch Geld geweiht wird, erweist sich als Häretiker.
Wer sich seinem Amt entsprechend nicht gegen die Häresie der Simonie … wendet, der wird ohne Zweifel mit dem Gemeinschaft haben, der als erster diesen sündhaften Frevel begeht.
Quelle: Patrologia Latina 102, epistel 5, Sp. 109
zusammengestellt von Abt em. Dr. Emmeram Kränkl OSB,
Benediktinerabtei Schäftlarn,
für die Katholische SonntagsZeitung





