Domitilla, h1>
Märtyrerin
* um 65 in Rom
†95 (?) auf der Insel Pandataria, heute Ventotene vor Neapel in Italien
… aus ihrem Leben!
Flavia Domitilla, Enkelin des römischen Kaisers Titus Flavius Vespasian und Frau des Konsuls Titus Flavius Clemens war Besitzerin eines Grundstücks an der Via Ardeatina in Rom, das sie der Christengemeinde in Rom zur Verfügung stellte. Diese errichtete dort den später nach ihr benannten Friedhof. Domitillas Mann soll um des Glaubens willen als Märtyrer gestorben sein, sie selbst auf die Insel Pandataria - die heutige Insel Ventotene - vor Neapel verbannt und dort zu Tode gemartert worden sein.
Flavia Domitillas Reliquien werden zusammen mit denen von Nereus und Achilleus in den nach Domitilla benannten Katakomben in Rom aufbewahrt. Das weitläufige Höhlenlabyrinth erstreckt sich über eine Länge von insgesamt 15 Kilometer. Es ist die einzige unterirdische Nekrople in Rom, die heute noch Gebeine enthält.
Pomarancio: Domitilla mit Nereus und Achilleus,Joachim Schäfer, www.heiligenlexikon.de
Legenden oder Worte der Heiligen
Aus dem Stundengebet zum 12. Mai:
Die römische Jungfrau Flavia Domitilla war eine Nichte der Kaiser Titus und Domitian. Vom heiligen Papst Klemens erhielt sie den heiligen Schleier der gottgeweihten Jungfrauen. Von ihrem Bräutigam Aurelian, dem Sohne des Konsuls Titus Aurelius, wurde sie als Christin angezeigt und vom Kaiser Domitian auf die Insel Pontia verbannt; dort musste sie im Gefängnis ein langes Martyrium erdulden. Schließlich wurde sie nach Terracina gebracht und bekannte sich auch dort wiederum als Anhängerin Christi, ja, sie schien immer mutiger zu werden. Zuletzt wurde auf Befehl des Richters ihre Wohnung in Brand gesteckt; so vollendete sie mit den Jungfrauen Theodora und Euphrosina, die mit ihr aufgezogen worden waren, ihr ruhmreiches Martyrium. Es war am 7. Mai, zur Zeit des Kaisers Trajan. Ihre Leiber fand man unversehrt; sie wurden vom Diakon Cäsarius bestattet. Am heutigen Tage aber brachte man die Überreste der beiden Brüder und der Domitilla aus der Kirche des heiligen Hadrian in die eigens zu ihrer Verehrung erbaute Basilika, die den Titel Fasciola trägt.





