Dietrich Bonhoeffer, h1>
Theologe, Märtyrer
* 4. Februar 1906 in Breslau, heute Wrocław in Polen
†9. April 1945 in Flossenbürg in Bayern
… aus ihrem Leben!
Dietrich Bonhoeffer 1906 in Breslau geboren und in Berlin aufgewachsen – wurde Vikar in Barcelona, 1931 Dozent für Systematische Theologie in New York, dann Auslandspfarrer in London, 1935 schließlich Leiter des illegalen Predigerseminars der Bekennenden Kirche in Finkenwalde. Aufgrund seines Widerstandes gegen das nationalsozialistische Regime 1943 verhaftet, wurde Bonhoeffer am 9. April 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg hingerichtet. Im Wehrmachtsgefängnis Berlin-Tegel entstand sein bekanntestes Buch »Widerstand und Ergebung«. Er ist einer der großen Anreger der Nachkriegstheologie.
Quelle: maria-laach.de
Bonhoeffer bei der Konferenz in Cambridge 1931Joachim Schäfer, www.heiligenlexikon.de
Legenden oder Worte der Heiligen
Bonhoeffer in einem (Brief an Renate und Eberhard Bethge aus dem Gefängnis Berlin-Tegel an Heiligabend 1943
Zunächst: es gibt nichts, was uns die Abwesenheit eines lieben Menschen ersetzen kann, und man soll das auch garnicht versuchen; man muss es einfach aushalten und durchhalten; das klingt zunächst sehr hart, aber es ist doch zugleich ein großer Trost; denn indem die Lücke wirklich unausgefüllt bleibt, bleibt man durch sie miteinander verbunden. Es ist verkehrt, wenn man sagt, Gott füllt die Lücke aus; er füllt sie garnicht aus, sondern er hält sie vielmehr gerade unausgefüllt, und hilft uns dadurch, unsere echte Gemeinschaft miteinander – wenn auch unter Schmerzen – zu bewahren. Ferner: Je schöner und voller die Erinnerungen, desto schwerer die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht mehr wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.





