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Der Heilige

Franz von Paola,

Einsiedler, Ordensgründer

* 27. März 1416 oder 27. März 1438 in Paola bei Cosenza in Italien
† 2. April 1507 in Plessis-les-Tours in Frankreich

… aus ihrem Leben!

Franz, 1436 in Paola (Kalabrien) geboren, wurde mit vierzehn Jahren Franziskaner, mit sechzehn zog er sich in die Einsamkeit zurück und lebte in strengster Askese. Für die Schüler, die sich um ihn sammel­ten, gründete er ein Kloster in Cosenza, aus dem sich der „Orden der Mindesten Brüder“ (Minimi), auch Paulaner genannt, entwickelte. Die Regel wurde 1474 bestätigt, und die Kongregation breitete sich noch bei Lebzeiten des Gründers rasch aus. 1482 reiste Franz im Auftrag des Papstes nach Frankreich und stand König Ludwig XI. beim Sterben bei. Er selbst starb am Karfreitag, 2. April 1507. Er wurde 1519 heilig gesprochen.

Quelle: evnageliumtagfuertag.org


Sebastiano Ricci: Franz von Paola heilt, Detail, 1733
Joachim Schäfer, www.heiligenlexikon.de

Legenden oder Worte der Heiligen

Aus einem Brief an seine Ordensmitbrüder: Bekehrt euch mit aufrichtigem Herzen!

Unser Herr Jesus Christus, der mit höchstem Großmut vergilt, belohne euch für eure Arbeit. Flieht das Böse, überwindet die Gefahren! Wir und alle unsere Brüder bitten, obwohl wir dessen nicht wert sind, Gott den Vater, seinen Sohn Jesus Christus und die jungfräuliche Mutter unablässig, dass sie euch im Streben nach Heil von Leib und Seele nicht ohne Hilfe lassen.
Ich ermahne euch eindringlich, liebe Brüder, dass ihr euch klug und fleißig um euer Seelenheil bemüht. Der Tod ist sicher, das Leben ist kurz und vergeht wie Rauch.
Darum richtet euren Geist auf das Leiden unseres Herrn Jesus Christus, der, von Liebe zu uns entzündet, vom Himmel kam, uns zu erlösen. Er trug für uns jede Pein der Seele und des Leibes und wich keinem Urteil aus. Er gab uns das Beispiel vollendeter Geduld und Liebe. Wir müssen im Unglück geduldig sein.
Legt Hass und Feindschaft ab, seid sparsam mit harten Worten, die aus eurem Mund kommen. Er hat Wunden geschlagen und soll auch Mittel zur Heilung hervorbringen. Verzeiht einander, damit ihr nicht weiterhin an das Unrecht denkt, das ihr einander zugefügt habt.
An die Bosheit zurückdenken bedeutet neues Unrecht, ist die Vollendung des Zorns, Festhalten an der Sünde, Hass gegen die Gerechtigkeit, Zerstörung der Tugend, Verwirrung im Gebet, Zerrissenheit beim Bitten, das wir vor Gott bringen, Entfremdung von der Liebe, Nagel, der in der Seele steckt, niemals schlafende Bosheit, nie endende Sünde, täglicher Tod.
Liebt den Frieden! Er ist ein Schatz, den wir uns am meisten wünschen sollen. Ihr wisst, dass unsere Sünden Gott zum Zorn reizen. Ihr müsst also Buße tun, damit Gott euch in seinem Erbarmen verschont. Was wir Menschen verbergen, für Gott liegt es offen; bekehrt euch also mit aufrichtigem Herzen! Lebt so, dass ihr den Segen des Herrn erntet, und der Friede Gottes, unseres Vaters, sei allezeit mit euch.

Quelle: Francesco di Paola: Epistola. In: A. Galucci: Origini dell' ordine dei Minimi. Rom 1967, S. 121f; zitiert nach Monastisches Lektionar zum 2. April

Zitate von Franz von Paola:

Tun wir das, um der Liebe willen; gehen wir, um der Liebe willen!
Wer Gott liebt, dem ist alles möglich.
Geh, reinige dein Haus, d. h. dein Gewissen, dann kehre zurück!
Meidet das zu viel Sprechen, denn es ist nie frei von Schuld!

zusammengestellt von Abt em. Dr. Emmeram Kränkl OSB,
Benediktinerabtei Schäftlarn,
für die Katholische SonntagsZeitung


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