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Der Heilige

Alexander I. von Alexandria,

Patriarch von Alexandria


† 17. April 328 oder 326 in Alexandria (?) in Ägypten

… aus ihrem Leben!

Alexander verhinderte mit seiner Kandidatur zum Patriarchen zu Beginn des 4. Jahrhunderts, dass Arius, der Begründer des Arianismus, dieses Amt antreten konnte. Auf dem Konzil von Nicäa war er, zusammen mit seinem Sekretär und späteren Nachfolger Athanasios, ein wichtiger Wortführer. Alexander war beim Volk hoch angesehen, galt als liberal, als Förderer der Armen und lebte streng asketisch.

Quelle: evangeliumtagfuertag.org


Griechische Ikone
Joachim Schäfer, www.heiligenlexikon.de

Legenden oder Worte der Heiligen

Warum und wozu wurde Gott Mensch, warum musste er leiden ?
Christus hat durch seinen Tod die Schuld des Todes, dem der Mensch verfallen war, gelöst. Welch neues / unerhörtes und unsagbares Geheimnis! Der Richter wurde gerichtet; der, der von Sünden befreite, wurde gefesselt; es wurde verspottet, der die Welt geschaffen hatte; er wurde ausgespannt (am Kreuz), der den Himmel ausgespannt hatte; mit Galle gespeist wurde der, der Manna als Speise gereicht hat; es starb, der lebendig macht; er wurde in ein Grab gelegt, der die Toten auferweckt. Es erstaunten die Mächte, es zitterten die Elemente, die ganze Schöpfung wurde erschüttert, die Erde bebte und ihre Fundamente schwankten: Die Sonne entzog sich, die Elemente wurden umgewälzt, das Tageslicht zog sich zurück; denn sie ertrugen es nicht, ihren Herrn gekreuzigt zu sehen.
Bestürzt sprach die Schöpfung: Was ist das für ein neues Geheimnis? Der Richter wird gerichtet und schweigt; der Unsichtbare lässt sich sehen und wird nicht aus der Fassung gebracht; der Unbegreifbare lässt sich fassen und ist nicht ungehalten; der Unermessliche lässt sich messen und wehrt sich nicht dagegen; der Leidensunfähige leidet und rächt nicht das ihm angetane Unrecht; es stirbt der Unsterbliche und er beklagt sich nicht; der Himmlische wird bestattet und erträgt dies mit Gleichmut. Was ist das, sage ich, für ein großes Geheimnis! Ganz sicher erstarrt die Schöpfung vor Staunen!
Als unser Herr vom Tode erstand und diesen mit Füßen trat, als er den Starken fesselte und den Menschen befreite, da staunte die ganze Schöpfung über den Richter, der wegen Adam gerichtet wurde, über den Unsichtbaren, der sichtbar wurde, den zum Leiden Unfähigen, der gelitten hat, den Unsterblichen, der gestorben ist, den Himmlischen, der in der Erde bestattet wurde. Denn unser Herr wurde Mensch; er wurde verurteilt, um Barmherzigkeit zu erweisen; gebunden, um zu lösen; gefangengenommen, um zu befreien, gestorben, um uns neues Leben zu geben; bestattet, um uns aufzuerwecken. Denn als der Herr litt, litt seine Menschheit, die er dem Menschen ähnlich hatte; er, der Menschen ähnlich war, löste das Leiden auf; und durch sein Sterben beseitigte er den Tod. Er stieg darum auf die Erde herab, um den Tod, den aufständischen Mörder der Menschen, zu töten. Ein einziger nämlich unterwarf sich dem Gericht, aber Myriaden wurden befreit; einer wurde bestattet, Myriaden standen von den Toten auf. Dies ist der Mittler zwischen Gott und den Menschen; dieser ist die Auferstehung und das Heil aller; dieser ist der Führer der Irrenden, der Hirte der befreiten Menschen, das Leben der Toten, der Lenker der Cherubine, der Vorkämpfer der Engel, der König der Könige; ihm sei Ehre in alle Ewigkeit. Amen.

Quelle: Patrologia Graeca, Bd. 18, Sp. 589; eigene Übersetzung

Zitat von Alexander:

Das Wort, das ohne Missgunst vom Himmel herabgesandt wird, vermag unsere Herzen zu erquicken, wenn wir für seine Kraft offen und bereit sind, nicht nur durch Sprechen, sondern auch durch Hören. Denn wie Regen ohne Erde keine Früchte hervorbringt, so kann auch das Wort nicht ohne Hören Frucht bringen, aber auch das Hören nicht ohne das Wort. Das Wort wird ferner erst dann fruchtbar, wenn wir es aussprechen; in gleicher Weise das Gehör, wenn wir hören. Wenn also das Wort seine Kraft entfaltet, dann leiht ihm ohne Missgunst euer Ohr; und wenn ihr zum Hören herantretet, reinigt auch von aller Missgunst und Ungläubigkeit!

Quelle: Patrologia Graeca, Bd. 18, Sp. 606; eigene Übersetzung

zusammengestellt von Abt em. Dr. Emmeram Kränkl OSB,
Benediktinerabtei Schäftlarn,
für die Katholische SonntagsZeitung


Lesung aus dem Schott


https://www.heiligenlexikon.de/BiographienA/Alexander_von_Alexandria.htm

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Seit ich nicht mehr mich selbst suche, führe ich das glücklichste Leben, das es geben kann.

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