Walburga, h1>
Äbtissin
* um 710 in Devonshire in England
†25. Februar 779 oder 780 in Heidenheim in Mittelfranken in Bayern
… aus ihrem Leben!
Walburga war die Tochter des angelsächsischen Königs Richard und Schwester des hl. Willibald, Bischofs von Eichstätt, und des hl. Wunibald. Sie kam zusammen mit Lioba und Thekla als Missionshelferin von England nach dem Festland. Zuerst war sie in Tauberbischofsheim, dann als Äbtissin in Heidenheim, wo sie nach dem Tod Wunibalds (761) die Leitung des Doppelklosters übernahm. Das Kloster wurde ein Zentrum der christlichen Mission, der Kultur und der Wohltätigkeit. Walburga starb am 25. Februar 779; ihre Reliquien kamen 870 nach Eichstätt (St. Walburg).
Quelle: erzabei-beuron.de
Walburgas Einkleidung durch Bonifatius im Beisein von Richard und Wunna (links) und Willibald und Wunibald (rechts), wohl um 1720Joachim Schäfer, www.heiligenlexikon.de
Legenden oder Worte der Heiligen
Walburgisöl
Zum Thema "Walburgisöl" möchte ich folgendes Zeugnis geben. Ich war sechs Jahre verheiratet und immer noch kinderlos. Da ich sehr kinderlieb bin war der Kinderwunsch riesengroß. Als ich beim Kommunionausflug mit meiner 3. Klasse nach Eichstätt kam, nahm ich ein Fläschchen "Walburgisöl" mit. Zuhause stand dieses eine Zeitlang im Schrank. Im Herzen war aber immer die Bitte an St. Walburga präsent um ein Kind. Gott schenkte mir nach einiger Zeit die Gewissheit, dass er mir meinen Herzenswunsch erfüllen würde. Und ich würde schwanger. Er schenkte mir ein Mädchen und ein Jahr später einen Sohn.
In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich wird es sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit.

Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe:
Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen!
Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht. Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus.

Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht.
Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal, und die Tür wurde zugeschlossen.
Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf! Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht.

Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.





