Scholastika, h1>
Nonne
* um 480 in Nursia, heute Norcia in Italien
†um 542 beim Kloster Montecassino in Italien
… aus ihrem Leben!
Über Scholastika haben wir Nachrichten nur durch den legendären Bericht des Papstes Gregor d. Gr. Scholastika war eine Schwester des hl. Benedikt und wohnte als gottgeweihte Jungfrau nicht weit vom Kloster Monte Cassino. Einmal im Jahr besuchte sie ihren Bruder zu einem geistlichen Gespräch. Das Letzte dieser Gespräche ist bemerkenswert, dass es bis in die Nacht hinein verlängert wurde; Scholastika hat den Bruder dazu gezwungen, indem sie durch ihr Gebet ein plötzliches Gewitter bewirkte, das ein Verlassen des Hauses unmöglich machte. Scholastika „war mächtiger, weil sie die größere Liebe hatte“, sagt Gregor. Drei Tage später sah Benedikt die Seele seiner Schwester in Gestalt einer Taube zum Himmel aufsteigen. Ihren Leib ließ er in dem Grab beisetzen, das für ihn selbst bestimmt war.
Pietro Perugino: nach 1451, in der Sakristei der Kirche S. PietroJoachim Schäfer, www.heiligenlexikon.de
Legenden oder Worte der Heiligen
Scholastika, die Schwester des hl. Benedikt, war von Kindheit an Gott geweiht. Alljährlich traf sie sich mit ihrem Bruder zu einem geistlichen Gespräch. Nach der Überlieferung bewirkte ihr Gebet bei der letzten Begegnung vor ihrem Tod im Jahr 542 ein heftiges Unwetter, das Benedikt, der unbedingt nach Hause wollte, zum Bleiben zwang.
Papst Gregor gab folgende Interpretation: »Jene vermochte mehr, weil sie mehr liebte.«
Drei Tage darauf starb Scholastika und Benedikt sah ihre Seele in Gestalt einer Taube zum Himmel steigen.
Gregor der Große († 604) über Scholastika und Benedikt
Als es über ihren frommen Gesprächen spät wurde, bat ihn die heilige Ordensfrau: "Bitte, verlass mich diese Nacht nicht, lass uns bis Tagesanbruch über die Freuden des Himmels sprechen." Er aber erwiderte: "Schwester, was redest du da? Nein, nein, ich kann nicht außerhalb der Zelle bleiben!"
Als die heilige Ordensfrau das Nein ihres Bruders vernahm, legte sie die Hände mit verschränkten Fingern auf den Tisch und beugte ihren Kopf über die Hände, um zum allmächtigen Herrn zu beten. Als sie den Kopf wieder vom Tisch erhob, herrschte ein derart gewaltiges Blitzen und Donnern, und ein solcher Regen brach los, dass weder der ehrwürdige Benedikt noch die Brüder, die mit ihm dabei waren, den Fuß über die Schwelle des Ortes setzen konnten, an dem sie beisammen saßen. Da fing der Mann Gottes betrübt an, sich zu beklagen: "Der allmächtige Gott verzeihe dir, Schwester, was hast du getan?" Da antwortete sie: "Ich habe dich gebeten, und du wolltest nicht auf mich hören. Da bat ich meinen Gott, und er erhörte mich. Geh hinaus, wenn du kannst, verlass mich und kehre ins Kloster zurück!"
Er aber, der freiwillig nicht bleiben wollte, blieb wider Willen, und so kam es, dass sie die ganze Nacht durchwachten und sich durch Gespräche über das geistliche Leben in gegenseitigem Austausch erquickten.
Kein Wunder, dass die Frau mehr vermochte als er; denn nach dem Wort des Johannes: "Gott ist die Liebe", war es nur gerecht, dass sie mehr vermochte, weil sie mehr Liebe hatte.
6 Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz, / wie ein Siegel auf deinen Arm, denn stark wie der Tod ist die Liebe, / die Leidenschaft ist hart wie die Unterwelt! Ihre Gluten sind Feuergluten, / gewaltige Flammen.
7 Mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen, / auch Ströme schwemmen sie nicht hinweg. Böte einer für die Liebe den ganzen Reichtum seines Hauses, / nur verachten würde man ihn.
In jener Zeit kam Jesus in ein Dorf und eine Frau namens Marta nahm ihn freundlich auf. Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu.

Juan Antonio Vera Calvo
Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen, für ihn zu sorgen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die ganze Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen!
Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen.
Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt, das soll ihr nicht genommen werden.





