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Der Heilige

Hieronymus Ämiliani ,

Ordensgründer

* 1486 in Venedig in Italien
† 8. Februar 1537 in Somasca, Ortsteil von Vercurago bei Bergamo in Italien

… aus ihrem Leben!

Hieronymus Ämiliani (1486–1537) wurde, als Sohn einer adligen venezianischen Familie geboren, hoher Militär. Eine Niederlage und die anschließende Gefangenschaft führten zu einer Umkehr. Wieder in Freiheit, wurde er Priester und widmete sich ganz der Pflege von Armen, Kranken und Verwahrlosten. Zahlreiche Waisenhäuser in Oberitalien gehen auf seine Stiftung zurück. Er starb im Dienst an den Pestkranken. Er gehört zu den großen Erneuerern des religiösen Lebens vor dem Trienter Konzil und gilt als Patron der verwaisten und verlassenen Jugend.

Quelle: maria-laach.de


Gianfranco de Troy: Hieronymus Ämiliani präsentiert Maria die Waisenkinder,
Joachim Schäfer - heiligenlexikon.de

Legenden oder Worte der Heiligen

In einem Brief mahnt Hieronymus seine Mitbrüder, nur auf Gott zu vertrauen:
In Jesus Christus geliebte Brüder, Söhne der Gesellschaft der Diener der Armen! Euer geringer Vater grüßt euch.
Unser Ziel ist Gott, der Quell alles Guten, und wir müssen, wie wir es in unserem Gebet aussprechen, nur auf ihn vertrauen, nicht auf andere. Unser Herr ist gütig. Er wird unseren Glauben mehren, ohne den, wie der Evangelist sagt, Christus die vielen Zeichen nicht wirken kann. Er wollte euer Gebet erhören und beschloss, euch arm, gequält, betrübt, ermüdet, von allen missachtet zu machen, euch auch meiner leiblichen Gegenwart zu berauben, nicht jedoch des Geistes eures armen, geliebten und liebenden Vaters. Warum er euch so haben wollte, weiß er selbst allein. Wir können jedoch drei Gründe dafür sehen:
Erstens erinnert euch unser gepriesener Herr daran, dass er euch seinen geliebten Söhnen zurechnen will, wenn ihr auf seinen Wegen bleibt; denn so tat er seinen Freunden und machte sie heilig.
Der zweite Grund ist dieser: Er will, dass ihr immer mehr nur auf ihn vertraut, nicht auf andere. Wie gesagt, wirkt Gott seine Werke nicht an denen, die sich weigern, ihren ganzen Glauben und ihre ganze Hoffnung nur auf ihn zu setzen. Dagegen gießt er die ganze Fülle seiner Liebe aus auf die, welche einen großen Glauben und eine große Hoffnung haben. Ihnen hat er Großes getan. Wenn ihr daher mit Glauben und Hoffnung ausgerüstet seid, tut er Großes an euch, da er die Niedrigen erhöht. Wenn er euch daher mich oder jemand anders, der euch angenehm ist, weggenommen hat, hat er euch zwei Möglichkeiten zur Wahl gestellt: entweder den Glauben aufzugeben und zu den Dingen der Welt zurückzukehren oder im Glauben stark zu bleiben und euch so vor ihm [Gott] zu bewahren.
Dazu kommt noch ein dritter Grund: Gott will euch wie Gold im Feuer läutern. Die Schlacken des Goldes werden im Feuer verzehrt, das gute Gold aber bleibt zurück und gewinnt an Wert. So macht es Gott mit dem guten Knecht, der hofft und während der Bedrängnis standhaft in ihm bleibt. Gott richtet ihn auf, erstattet ihm in dieser Welt hundertfach, was er aus Liebe zu ihm verlassen hat, und gibt ihm einst das ewige Leben.

Quelle: Hieronymus Ämiliani: E litteris ad confratres suos, Venedig 1535. In: Liturgia horarum, Bd. 3. Rom 1977, S. 1124f; deutsch in: Monastisches Lektionar zum 8. Februar

zusammengestellt von Abt em. Dr. Emmeram Kränkl OSB,
Benediktinerabtei Schäftlarn,
für die Katholische SonntagsZeitung


Lesung aus dem Schott


Tob 12,6-13
Evangelium aus dem Schott

In jener Zeit lief ein Mann auf Jesus zu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?

10 Bilder, die jeweils 1 Gebot darstellen, sind in 2 Reihen zu einem Gemälde zusammengefasst
Lucas Cranach d. Ä., Die 10 Gebote

Jesus antwortete: Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer Gott, dem Einen. Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen, du sollst keinen Raub begehen; ehre deinen Vater und deine Mutter!

Er erwiderte ihm: Meister, alle diese Gebote habe ich von Jugend an befolgt. Da sah ihn Jesus an, und weil er ihn liebte, sagte er: Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib das Geld den Armen, und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach!

Der Mann aber war betrübt, als er das hörte, und ging traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen.

Da sah Jesus seine Jünger an und sagte zu ihnen: Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen! Die Jünger waren über seine Worte bestürzt. Jesus aber sagte noch einmal zu ihnen: Meine Kinder, wie schwer ist es, in das Reich Gottes zu kommen! Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt. Sie aber erschraken noch mehr und sagten zueinander: Wer kann dann noch gerettet werden?

Jesus sah sie an und sagte: Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich. Da sagte Petrus zu ihm: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.

Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird das Hundertfache dafür empfangen: Jetzt in dieser Zeit wird er Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker erhalten, wenn auch unter Verfolgungen, und in der kommenden Welt das ewige Leben.



Mk 10,17-30

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… Ja, mir geschehe, wie Du es gesagt.

Seit ich nicht mehr mich selbst suche, führe ich das glücklichste Leben, das es geben kann.

Zitat von der Hl. Theresia vom Kinde Jesu

Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen.