Seite wählen

Weihe für Glück, Freude und ein erfülltes Leben

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen.

Anrufung des Heiligen Geistes:
„Ohne dein lebendig Wehn,
kann im Menschen nichts bestehn,
kann nichts heil sein noch gesund.
Was befleckt ist, wasche rein,
Dürrem gieße Leben ein,
heile du,  wo Krankheit quält.
– Wärme du, was kalt und hart,
löse, was in sich erstarrt,
lenke, was den Weg verfehlt.
– Gib dem Volk, das dir vertraut,
das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.
– Lass es in der Zeit bestehn,
deines Heils Vollendung sehn
und der Freuden Ewigkeit.“
                                                                                                           (Aus der Pfingstsequenz)

Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,
und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn,
unseren Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel,
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters,
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
Amen.

Wort Gottes: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und
es in Fülle haben. Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben
hin für die Schafe.“
                                                                                                                             (Joh 10,10–11)

Gedanken eines Heiligen: „Gott will, dass die, die ihm gehören,
glücklich und heilig sind.“
                                                                                           (Sel. Mutter Teresa von Kalkutta)

Betrachtung: Die Gesellschaft redet uns ein, dass das Glück darin
bestehe, tun zu können, was man will, viel Geld und vor allem keine
Probleme zu haben. Wir hingegen sprechen hier über ein anderes
Verständnis von Glück. Jesus sagt:
„Selig, die Trauernden …
Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden …
Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft werdet …“ (Mt 5). Jesus verspricht uns nicht ein ruhiges Leben ohne Unannehmlichkeiten.
   Das Glück besteht zum Beispiel nicht darin, nicht verfolgt zu werden, sondern in der Verfolgung bei Gott Geborgenheit zu finden.
Glücklich sein bedeutet, Geschmack am Leben zu haben, weil wir
wissen, dass wir grenzenlos geliebt werden, bedingungslos und bis
in Ewigkeit. Das Leben hat kein Ende, nichts kann es auslöschen, es
ist ewig und triumphiert immer über den Tod. Manche Menschen
wählen den Selbstmord, weil sie Situationen durchleben, die sie als
ausweglos ansehen und daran verzweifeln. Sie wissen nicht, dass
das Leben immer das letzte Wort hat und dass es keinen Grund
gibt, aufzugeben.
   Je mehr wir lieben und je mehr wir versuchen, Andere glücklich zu
machen, indem wir ihnen etwas von uns selbst schenken, desto
vollkommener wird unser eigenes Glück. Wegen dieses Lebens in
Fülle haben wir nicht das Recht aufzugeben! Der Gott, den du anbetest, Jesus von Nazareth, ist der Gott der Lebenden und nicht der Toten. Du bist also ein Lebender: wähle das, was du bist!

Gedanken des Heiligen Johannes Paul II.: „Wir haben gesehen,
dass der reiche Jüngling den Ruf gehört hat: ,Folge mir nach!‘, aber
dass ,er traurig wegging, denn er war sehr reich‘. Die Traurigkeit
dieses jungen Mannes muss uns zum Nachdenken bringen. Wir
könnten versucht sein zu glauben, dass die Tatsache, reich zu sein,
uns glücklich machen könnte, aber wir sehen, dass für den jungen
Mann des Evangeliums seine vielen Reichtümer ein Hindernis geworden sind für die Nachfolge Jesu. Er konnte nicht Ja sagen zu
Jesus und Nein zu sich selbst, Ja zur Liebe und Nein zur Flucht. Die
wahre Liebe ist anspruchsvoll, und ich würde meine Aufgabe nicht
richtig erfüllen, wenn ich euch dies nicht in aller Klarheit sagen
würde. Denn Jesus hat auch gesagt: ,Ihr seid meine Freunde, wenn
ihr tut, was ich euch auftrage.‘ (Joh 15,14)
   Die Liebe erfordert Anstrengung und persönlichen Einsatz, um den
Willen Gottes zu tun. Sie bedeutet Disziplin und Opfer, aber sie
bedeutet auch Freude und menschliche Fülle. Liebe junge Leute,
habt keine Angst vor der ehrlichen Anstrengung, vor der ehrlichen
Arbeit. Habt keine Angst vor der Wahrheit. Mit der Hilfe von Christus und durch das Gebet könnt ihr auf seinen Ruf antworten und den Versuchungen, der vorübergehenden Begeisterung und allen Formen der Massenmanipulation widerstehen. Öffnet eure Herzen für den Christus des Evangeliums, für seine Liebe, für seine Wahrheit, für seine Freude; geht nicht ‚traurig weg‘!“
                                            (Betrachtung über Mk 10,17–22 in Boston, Oktober 1979)

… und Papst Benedikt XVI.: „Führen das Streben nach Erfolg, die
Sehnsucht nach Prestige und die Suche nach Bequemlichkeit, wenn
sie das Leben völlig in Anspruch nehmen, bis hin zum Ausschließen
Gottes aus dem eigenen Horizont, wirklich zum Glück? Kann es
echtes Glück geben, wenn man von Gott absieht?
   Die Erfahrung zeigt, dass man nicht deshalb glücklich ist, weil die
Erwartungen und die materiellen Bedürfnisse befriedigt werden. In
Wirklichkeit ist die einzige Freude, die das menschliche Herz erfüllt,
jene Freude, die von Gott kommt: Wir bedürfen nämlich der grenzenlosen Freude. Weder die Alltagssorgen noch die Schwierigkeiten vermögen jene Freude auszulöschen, die aus der Freundschaft mit Gott entsteht.
   Die Aufforderung Jesu, sein Kreuz auf sich zu nehmen und ihm
nachzufolgen, mag in einem ersten Augenblick hart und dem entgegengesetzt erscheinen, was wir wollen, demütigend für unseren Wunsch nach Selbstverwirklichung. Wenn wir aber näher hinschauen, können wir entdecken, dass dem nicht so ist: Das Zeugnis der Heiligen beweist, dass im Kreuz Christi, in der Liebe, die man schenkt, wenn man auf den Besitz seiner selbst verzichtet, sich jene tiefe Gelassenheit findet, die Quelle der hochherzigen Hingabe an die Brüder und Schwestern, besonders an die Armen und Bedürftigen, ist. Und dies schenkt auch uns selbst Freude.“
                                                                                         (Generalaudienz, 6. Februar 2008)

Zur Vertiefung: Stelle dir folgende Fragen: „Bremse ich manchmal
meinen Elan eine gute Entscheidung zu treffen, z.B. weil meine
Hingabe herausgefordert wird und ich eine gewisse materielle, seelische oder geistliche Bequemlichkeit bewahren will? Was bringt
mir diese Bequemlichkeit?“
   Versuche einige Tage darauf zu verzichten, um eine größere Freude
zu erfahren.
   Versuche einige Tage darauf zu verzichten, um eine größere Freude
zu erfahren.

Gesätz des Rosenkranzes in den Anliegen der Gottesmutter:
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen. Amen.

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder,
jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen. (10x)

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem
Feuer der Hölle, führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die
deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen. Amen.

Weihegebet: Maria, du hast immer mit Freude den Willen Gottes
angenommen, du hast das Leben angenommen, das er dir geschenkt
hat. Ich weihe dir all meinen Mangel an Vertrauen und Glauben, jeden Augenblick, in dem ich zweifle, dass Gott mein Glück will.  
   Lehre mich Ausdauer im Gebet, hilf mir, an die Erfüllung
der Verheißungen Gottes zu glauben. Durch dich, du ganz Reine,
weihe ich mich dem Willen Gottes, um das neue Leben im Heiligen
Geist in Fülle zu empfangen. Mach mich deinem Sohn Jesus ähnlich,
damit ich mit Freude dem Ruf Gottes folgen kann.

Maria mit dem Kinde lieb, uns allen deinen Segen gib. Amen.