Kommentar zum Sonntagsevangelium


„Das Ende kommt, wenn Christus seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergibt“ (1 Kor 15,24)

Hl. Johannes XXIII. (1881 - 1963)
Papst
Gebet zu Ehren des eucharistischen Königs

Jesus, König der Menschen und der Zeiten, nimm an Anbetung und Lobpreis, womit wir, die du uns als Brüder angenommen hast, uns an dich wenden. Du bist „das Brot, das Gott gibt und das der Welt das Leben gibt“ (Joh 6,33), Hoherpriester und Opferlamm zugleich. Du hast dich zur Erlösung des Menschengeschlechtes auf dem Kreuz geopfert und opferst dich heute und jeden Tag durch die Hand deiner Diener auf den Altären, um in jedem Herzen dein „Reich des Lebens, der Heiligkeit, Gnade, Gerechtigkeit, Liebe und des Friedens aufzurichten“.

Dein Reich komme, du König der Herrlichkeit (Ps 24). Vom Thron der Gnade (Hebr 4,16) herrsche du über die Herzen der Kinder, dass sie die unbefleckte Lilie der Unschuld bewahren; herrsche über die Herzen der Jugend, dass sie gesund und rein aufwachse, folgsam denen, die dich in Familie, Schule und Kirche vertreten. Herrsche über die Familien, dass Eltern und Kinder dein heiliges Gesetz erfüllen und in Eintracht miteinander leben. Herrsche über unser Vaterland, damit alle Bürger sich als Kinder des einen himmlischen Vaters begreifen und Ordnung und Friede herrsche unter den verschiedenen Gesellschaftsschichten, dass sie sich berufen fühlen, zum Wohlstand aller beizutragen und dass sie glücklich sind, dem einen mystischen Leib anzugehören, für den dein Sakrament zugleich Symbol und unerschöpfliche Quelle ist!´

Herrsche auch, du „König der Könige, Gott über den Göttern und Herr aller Herren (Offb 19,16; Dtn 10,17) über alle Nationen der Erde, und erleuchte die Verantwortlichen, damit sie von deinem Beispiel inspiriert, „Pläne des Heils und nicht des Unheils schmieden“ (Jer 29,11). Bewirke, eucharistischer Jesus, dass alle Völker im Wissen, dass „Gott dienen, herrschen bedeutet“, dir in aller Freiheit dienen.