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Weihe unseres Leibes
(Körper, Aussehen, die Suche nach Schönheit)


Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Amen.

Anrufung des Heiligen Geistes: „Atme in mir, du Heiliger Geist,
dass ich Heiliges denke. Treibe mich, du Heiliger Geist, dass ich
Heiliges tue. Locke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges liebe.
Stärke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges hüte. Hüte mich,
du Heiliger Geist, dass ich das Heilige nimmer verliere.“
                                                                                                                           (Hl. Augustinus)

Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,
und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn,
unseren Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel,
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters,
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
Amen.

Wort Gottes: „Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst, denn um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. Verherrlicht also Gott in eurem Leib!“
                                                                                                                           (1 Kor 6,19–20)

Gedanken eines Heiligen: „Der hl. Augustinus sagt, dass Maria
wirklich die lebendige ,Gussform Gottes‘ ist, das heißt, dass Gott in
ihr Mensch wurde und seiner Natur nach geformt worden ist, ohne
dass ihm irgendein Zug der Gottheit fehlt. In ihr allein kann der
Mensch zur göttlichen Natur geformt werden, so weit die menschliche Natur dazu fähig ist, durch die Gnade Jesu Christi.
                                                                           (Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort)

Betrachtung: Sehr selten haben wir auf Anhieb eine gute Beziehung
zu unserem Leib. Wir tun uns oft schwer damit, uns in unserem
Leib wohl zu fühlen, den Gott uns gegeben hat. Oft träumen
wir davon, einen anderen Leib zu haben, weil wir uns mit den
Schönheitsidolen unserer Zeit vergleichen. Wir können uns fragen:

  • Welchem Schönheitsideal laufe ich nach?
  • Ich bin dazu geschaffen, Gott ähnlich zu sein? Mein Leib ist ein Tempel des Heiligen Geistes, wie der hl. Paulus im 1. Korintherbrief sagt, um die Schönheit Gottes widerzuspiegeln. (vgl. 1 Kor 6,9)
  • Wie oft kritisieren wir unseren Leib und achten ihn nicht in seinen grundlegenden Bedürfnissen (Schlaf, gesunde Ernährung, Lebenshygiene)?

   Damit achten wir auch Gott nicht, der diesen Leib geschaffen
hat, diesen Leib, der doch ausdrückt, wer wir sind und was wir leben. Durch unseren Leib treten wir in Kontakt mit anderen Menschen, er ist das Mittel der Kommunikation zwischen unserem Inneren und unserer Umgebung. Mit der Weihe meines Leibes an Gott durch die Fürsprache von Maria wird mein Leib zu meinem „Verbündeten“ in meiner Suche nach Leben und nach Liebe.

Gedanken des Heiligen Johannes Paul II.: „Ich bin überzeugt, dass
ihr aus dieser kraftlosen Atmosphäre herauskommen wollt und
den Sinn einer wahrhaft menschlichen Existenz, die zu Gott hin
geöffnet ist, vertiefen und neu entdecken wollt, d.h. dass ihr eure
Berufung als Mensch in Christus entdeckt.
   Das menschliche Wesen ist ein leibliches Wesen. Diese einfache Tatsache hat viele Konsequenzen. So materiell er auch ist, ist doch der Leib nicht ein Gegenstand unter anderen Gegenständen. Er ist zuerst einmal ,jemand‘, in dem Sinn, dass er die Lebensäußerung einer Person ist, ein Mittel, anderen gegenwärtig zu sein, ein Mittel
der Verständigung, ein Mittel, sich auf viele verschiedene Weisen
auszudrücken.
   Der Leib ist wie eine Sprache. Was für ein Wunder und was für eine
Gefahr gleichzeitig! Ihr jungen Männer und ihr jungen Frauen,
habt großen Respekt vor eurem Leib und vor dem Leib der anderen.
   Euer Leib soll im Dienst eures tiefen Ichs sein! Eure Bewegungen, euer Blick soll immer der Widerschein eurer Seele sein!

  • Anbetung des Leibes? Nein, niemals!
  • Verachtung des Leibes? Auch nicht.
  • Beherrschung des Leibes! Ja!
  • Verklärung des Leibes! Ja!       —       Und noch mehr!“
                                                                         (Paris, Prinzenparkstadion, 15. Juni 1980)

Zur Vertiefung: Du kannst über deinen Umgang mit deinem Leib
nachdenken und überlegen, was du ändern solltest, um diesen
Tempel Gottes“ mehr zu achten.
   Bitte Maria, dich zu inspirieren, womit du heute deinem Leib
Gutes tun könntest, um so seinen Wert besser zu achten. (z. B. Wie
solltest du dich kleiden? – Rauchst du? Vielleicht könntest du heute
weniger rauchen?)

Gesätz des Rosenkranzes in den Anliegen der Gottesmutter:

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen. Amen.

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder,
jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen. (10x)

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem
Feuer der Hölle, führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die
deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen. Amen.

Weihegebet: Mit dir, Maria, will ich heute Gott besonders für meinen Leib danken, der ein Wunder ist, wie es der Psalmist sagt: „Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast! Ich weiß:
Staunenswert sind deine Werke!“ (Ps 139,14)
   Maria, mit dir will ich heute meinen Leib annehmen so wie er ist,
mit seiner Schönheit und seiner Kraft, aber auch mit seinen Schwächen, Mängeln und Fehlern, denn ich glaube, dass Gott etwas Gutes bewirken kann mit all dem, was mein Sein ausmacht.
   In deine Mutterhände lege ich meinen Leib, damit deine mütterliche Liebe daraus ein Abbild meiner Seele machen kann, einen Tempel des Heiligen Geistes und dass auf diese Weise die Liebe und Güte Gottes sichtbar wird.

Maria mit dem Kinde lieb, uns allen deinen Segen gib. Amen.